Reifenfreigabe RS250

  • Bei 120/70 gehts nicht nur um aktuelles Reifenmaterial. Die /60 waren ja wirklich ein Rotz und eine prima Möglichkeit übers Vorderrad wegklappend in die Pampa zu fliegen :domino:

    Schieber- , Getriebe- , Motorgehäuse- und Kurbelwellenkiller

  • Hallo in die Runde, nachdem ich mich hier bereits durchgelesen hatte war ich heute beim TÜV vorstellig, unter anderem um für meine RS250 LDA (ab1998) die Vorderreifengröße 120/70x17 eintragen zu lassen. Ich hatte sogar eine Kopie eines anderen Fahrzeugbriefs dabei, wo diese Eintragung bereits für eine RS 250 LDA vorgenommen wurde. Aussage des Prüfers: um die geänderte Reifengröße eintragen zu können, muss vorab ein Fahrversuch von einem besonders qualifizierten Prüfer bei Endgeschwindigkeit durchgeführt werden.

    Ich habe ihm die ganzen Argumente erzählt die ja auch im Forum alle bekannt sind. ( Kein Einfluss auf Tachoanzeige; Optimale Paarung mit 3,5 zoll Felgenbreite etc.) Das hat ihn aber alles nicht interessiert.


    Könnt ihr das alles so bestätigen oder lohnt es sich eventuell einen anderen Prüfer zu konsultieren, der dann auf die Testfahrt verzichtet?


    Ich habe gerade den kompletten Motor überholt und bin entsprechend nicht interessiert, dass irgendein Prüfer das Moped bis 12000 auspresst nur um die Reifengröße eingetragen zu bekommen.


    Vielen Dank für eure Hilfe!

  • Gib mir mal deine Email adresse per PN


    Prüffahrt ja, hat mich damals 150€ gekostet das eintragen.

    Der Typ vom Tüv ist meist aber ok der solche sachen macht.


    Zur not dicke HD's rein

  • Ich wohne in 27299 Langwedel. Da das Moped noch nicht zugelassen ist, bin ich zum Autohaus um die Ecke gefahren. Der entspr. Prüfer soll auch schon der Moped affinere von den zur Auswahl stehenden gewesen sein.

  • Also ich habe heute nochmal mit dem Prüfer telefoniert. Bei Ihm komme ich um eine aufwendige Testfahrt bei Volldampf nicht herum. Solltet Ihr im Raum Bremen Motorrad-affine Prüfer kennen, die da tendenziell mit etwas mehr Augenmaß und weniger "Vorschrift ist Vorschrift" herangehen, wäre ich für sachdienliche Hinweise dankbar. Ich werde jetzt die 12 Jahre alten Reifen in Originalmaßen aufziehen, damit ich das Moped zumindest anmelden und den Motor einfahren kann.


    Vielen Dank vorab!!

  • Die Prozedur hat doch Hennig auf seiner MK2 auch schon durch (glaube ich).

    Vielleicht berichtet der auch nochmal, wie es gelaufen ist.

  • Conti stellt für die 120/70er Dimension eine Herstellerbescheinigung aus: http://www.reifen-freigaben.de/pdf2/10126.pdf


    Wahrscheinlich gilt die Bescheinigung "nach Vorschrift" zwar nur für die gelisteten Conti Reifen. Aber evtl. ist es ja nochmal ein Argument gegenüber dem Prüfer, dass die 120/70er Dimension auf der LDA kein Problem darstellt.


    VG

    "Heute ist die gute alte Zeit von morgen", Karl Valentin

  • hab ich gerade hinter mir. Tüv mit neuen Reifen und Austragung der Reifenbindung (Oldtimerabnahme inclusive da ich auch eine rote Nr. habe) hat mich über 500€ gekostet, da ich hinten 160 mit Reifenherstellerfreigabe hatte, denn 2020 gab es keinen 150-er für hinten.

    Aber auch nur deshalb, weil eine Freigabe von Suzuki für andere als in der Zulassung genannten Reifen hatte. Es gilt seit 2025 keine Freigabe der Reifenhersteller mehr, also nur die vom Motorradhersteller freigegebene Größe und dann muss der reifen in eine vorgegebene Hüllkurve passen mit allermindestens 7mm Lust zu allen Teilen. Beim 160-er hat der Prüfer sofort abgewunken, da nur 5mm.

    Das ist jetzt alles ab 2025 Vorschrift und die Prüfer entsprechend informiert. Freue mich schon auf die Abnahme meiner 2. RGV, da kommt das Gleiche und der Prüfer ist echt ok, der das bei mir gemacht hat. Bei geänderten Reifengrößen mit Freigabe vom Reifenherstellern fährst du seit einem Jahr illegal, also keinen Unfall bitte, sonst zahlst Du.

    Ergänzung: die gilt für Mopets, die keine E/EU Zulassung im Brief haben, sieh mal nach.