Beiträge von Spargel19

    - Generell sieht ein japanisches Motorrad nach vergleichbarer Nutzungsdauer irgendwie „frischer“ aus.

    Kann ich gut verstehen.

    Ich habe auch schon an diversen 2T u. 4T geschraubt und muss rückblickend sagen, dass japanische Moppeds technisch performanter waren, als Italienische. Dafür erschienen mir Letztere ästhetischer.

    Es sind halt verschiedene Herangehensweisen die nebenbei aufzeigen, was jeweils im Mittelpunkt stand.

    Sicherlich auch ein Ausdruck kultureller Bedürfnisse.

    Das bezieht sich aber auf Old- u. Jungtimer, wie das mit ganz neuen Fahrzeugen ist, kann ich nicht beurteilen.

    Nimmste ein Gabelöl zw. 30-40 cSt@40 C, wenn Du noch die originale Feder fährst, das ist so die goldene Mitte.

    Wie z.B. Motul Expert Medium 10 W, damit machste nichts falsch.

    Falls später mal die Dämpfung leichter o. stärker sein soll, gehst Du einfach mit der Viskosität (cST@40C) z.B. 25 % runter oder hoch und besorgst dir ein Öl mit diesen Werten.

    Hier eine Tabelle mit paar Ölsorten:

    Homepage VFR Owners-Club Deutschland


    Anleitung zum Wechsel steht im Werkstatthandbuch.

    Könnte ich dir als PDF zukommen lassen.

    Sag bescheid, wenn Du es noch brauchst.

    Hi,

    ich habe mir deinen Beitrag mal durchgelesen.


    Du kannst Falschluft ausschließen, die Vergaser sind normal bedüst und ultraschall-gereinigt, die Schwimmer- und Kraftstoffstände passen, hast das Leerlauf NLS ausgebaut und trotzdem ist kein sauberer Leerlauf möglich. Nun fragst Du nach der SAPC, obwohl diese gar nicht mehr in den Leerlauf eingreifen kann (da Leerlauf NLS bereits ausgebaut).


    Es ist bestimmt kein Fehler, wenn nochmal zwei andere Augen einen Blick auf deine RGV werfen.

    Gut möglich, dass Du dich schon verzettelt hast.

    Ich würde ja gern mal einen Blick auf dein Mopped werfen, aber leider trennen uns die vielen Kilometer.

    Vielleicht fällt dir noch ein RGV/RS-Schrauber um die Ecke ein, oder jemand anderes aus dem Forum, Nähe NRW, hilft.

    So, habe jetzt die Steifigkeit des Druckstufen-Shimpaket um 20 % weiter reduziert und mit einem 0,3er Ringshim vorgespannt.

    Ist nun ein guter Kompromiss aus zwei Welten (härterer Lowspeed, weicherer Highspeed).

    Scharfe Linie fahren geht jetzt dank steifer Front sehr einfach und über schlechte Straßen ballern ebenso.

    Die Hydrostop's habe ich auch ausgebaut, da das Mopped nur ein Einsitzer ist.

    Schon erstaunlich was so kleine Bauteile im Handling ausmachen.

    Sie bleibt manchmal kurz bei 3000 hängen bevor sie komplett abtourt.

    Probiere mal das Standgas etwas niedriger einzustellen, das ist ja kein Problem wenn soweit alles gesund ist.

    Meins pendelt mit richtig warmen Motor zw. 900-1000 K laut Digimeter, höher würde vermutlich auch leicht hängen.

    Die 20/22.5er LLD's sind halt schon bisschen "auf Kante genäht".

    Ich denke weiter runter kommt man einfach nicht hierzulande.

    Bei Wetter unter 20 °C würde ich damit nicht rumfahren.

    Fahre zwei Ventile, das war schon original so verbaut.

    Das Leerlaufluftsystem habe ich aber stillgelegt.


    Vermutlich wird die Anfahrschwäche erst richtig verschwunden sein, wenn Du mit der Paj auf 0.9 runter gehst.

    Kommst du tatsächlich mit so kleinen lld's klar?

    Erstaunlicherweise sehr sogar und ich bin nicht der Einzige damit.

    Ich hatte ganz früher auch große LLD's gefahren 30er, 27.5er usw. bin dann aber mit der Zeit immer weiter runtergegangen, weil das Mopped damit immer spriziger wurde. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn auch alles Weitere am Motor penibel eingestellt ist (also alg. Dichtheit d. Motors, Schwimmerstände, Luftfilter, Nebenluftsystem). Einzig wenn der Motor kalt ist springt er etwas schwieriger damit an, aber dafür im warmen Zustand umso besser.


    Was die ganze Teillastthematik betrifft, so kann ich dir empfehlen nicht alles in der Garage oder am Dyno festzulegen.

    Das Fahrprofil auf der Straße ist ein breites Wechselspiel der Lastzustände, am besten immer auf der Hausrunde überprüfen was wirklich für dich wichtig ist. Mach dir eine Markierung an den Gasgriff und schaue während der Fahrt immer mal welche Bereich oft auf deiner Strecke benutzt werden. Das ist z.T. verblüffend, hab das früher selbst verkannt.

    Wir können auch gerne mal telefonieren.


    Bei 4000 voll das Gas aufreisen, machst Du sowas wirklich wärend der Fahrt?

    (ich kenne diese Prozedur nur aus der Garage und weis was Du meinst)

    Wunderbar!

    Ich kann dir für die Straße im Sommer ganz kleine Leerlaufdüsen empfehlen, das läuft unterhalb der Resonanz schön sprizig, knackig und der Motor dreht auch wesentlich flinker in die Resonanz hinein. Geht nix kaputt.

    Das Leerlaufsytem beeinflusst auch sehr deutlich die ganze Teillastzone unterhalb 3/4 Gas.


    Fahre schon ca. 6000 km in den orig. Vergasern:

    LLD links 20, rechts 22.5 + Paj 2x 0.9

    Stock 2x O-8, orig. Nadeln, Clip Mitte

    HD 260/270 + Maj links 1.2 rechts 1.3

    PWJ 45/65

    Das hat sich bei mir mittlerweile durchgesetzt mit orig. SAPC u. RGV Airbox, Tygabirnen u. Zeel AS-Controller.

    Motor läuft absolut rund damit, kein stottern, keine Bedenk-Sekunden oder sonstigen Macken.

    Hatte auch schon O-7er Stöcke probiert, aber das war viel zu schlapp in der Teillast.