Beiträge von Spargel19

    Da ich das Ding aber nur Sonntags spazieren fahre ...

    Dann lass die Feder doch erstmal drin und drehe die Druckstufe oben am Ausgleichsbehälter zu, hierdurch wird die Feder stärker abgebremst beim einfedern (fühlt sich auch härter an). Vielleicht bist du damit schon zufrieden.

    Falls nicht, dann härtere Feder als aktuell besorgen und Originalrate ignorieren.

    70 N/mm, bist Du dir sicher?


    Laut Racetech ist die originale Rate 6,1 kg/mm (59,8 N/mm).

    Ich habe die originale Feder damals gegen eine Öhlins 01093 Feder getauscht mit 64 N und die war ein gutes Stück härter als die originale Feder. Diese Feder passt plug&play in das originale Bein, hatte rund 70 € gekostet.

    Es hat sich bisschen was getan die letzten Tage. Schaut schon mehr nach Motorrad aus :) Zylinder hab ich zum Teil auch schon überarbeitet.

    Was sind das für exotische Kappen auf der LD01-Gabel, was hast'n da genau eingebaut?

    Zeig doch gern mal paar Detailfotos, sieht interessant aus.

    Bezüglich Bedüsung liegt die große Abweichung wahrscheinlich an der Nicht mehr vorhandenen Abschirmnase am Düsenstock.

    Interessant was das ausmacht, danke für deine Erfahrungen!


    Was denkst Du hatte den größten Einfluss bei der Drehmomentsteigerung, die Membrane und der Auspuff werden das doch bestimmt nur teilweise unterstützt haben, oder?

    Unfassbar die Leistung bei der Drehzahl. 33-34nm schon bei 8000 Umdrehung. Crazy.


    Werte sind Hinterrad!


    Hab es selber nicht glauben können und haben es mehrfach abgeglichen.

    Das ist wirklich mal was Besonders hier, meinen großen Respekt!!


    Warum sind da eigentlich so große Düsen erforderlich, fährst Du ohne Airbox, anderen Sprit oder was ist da der Grund?
    Wie erzeugt man solche Drehmomentwerte, ist das einfach nur ein hoher Zünddruck oder hast du Verdrängerteile eingebaut oder den Hub verändert?


    Ich möchte gern im Forum dazulernen. :slightly_smiling_face:

    Ich wage zu behaupten, dass du bei einer Blindverkostung keinen Unterschied schmecken würdest.

    Naja...

    Bei geschlossener und deaktivierter Auslasssteuerung dreht mein Motor mit den originalen Schiebern ab ca. 8000 U/min gegen eine imaginäre Wand. Mit den zweiteiligen Försterschiebern dreht er hingegen locker bis 10.000 U/min, allerdings dann nur noch wie eine Luftpumpe.


    Aber kommt halt darauf an, ob einem Motorradfahren überhaupt wichtig ist.

    Ich kenne Leute, die sind auch völlig zu frieden wenn's fährt, knattert und duftet, is OK.

    Mir sind z.B. schicke Aufkleber und bunte Schrauben auch nicht wichtig.

    Gibt halt verschiedene Beweggründe hier im Forum abzuhängen, egal ob das Business, Aufmerksamkeit oder technische Infos sind.

    Alles nur menschlich.

    Ich fahre seit paar Jahren die zweiteiligen Förster-Schieber, allerdings mit separaten Controller für die Auslasssteuerung.

    Bis jetzt läuft alles prima, die Schieber sind auch sehr gut verarbeitet.
    Wie das mit dem Seriensteuergerät funktioniert kann ich leider nicht sagen, hatte aber schon gutes Feedback hier im Forum gelesen.


    Im Vergleich hatte mein Hobel mit den originalen, dreiteilen Schiebern untenrum ein wenig mehr Kraft.
    Im Telefonat hatte mir Hr. Förster Senior auch versichert, die unterste Steuerkannte sei identisch zur Serie.

    War sie jedoch nicht, hab nachgemessen.


    Auslasssteuerzeit unterste Stufe:

    Original dreiteilig: 157°

    Förtser zweiteilig: 167°


    Auslasssteuerzeit "Oberstufe":

    Original dreiteilig: 191°

    Förtser zweiteilig: 193°, haste also ein Quäntchen mehr Endleistung.

    Nachfolgend möchte ich kurz mal den Gabelumbau meiner LD01 im Forum teilen, vielleicht interessiert's ja den einen oder anderen.


    Primäres Ziel war es den Eingriff weitestgehend gering zu halten. Sprich: Gabelbrücken, Felge und Radbolzen inkl. Tachoantrieb sollten beibehalten werden.

    Auf den ersten Blick bot sich hierfür die Gabel einer Kawa ZX-10r BJ. 2004 an, die von der Klemmung (Galbelbrücken/Radbolzen) plug&play passen soll. Infolge der ungünstigen Klemmbereiche am Gleitrohr (Außenrohr), geht damit jedoch die Fahrwerksgeometrie an der RS flöten. Mit anderen Worten, mit dieser Gabel fährt man Chopper, wodurch sich der Nachlauf erhöht und das Fahrverhalten träger wird. Und die RS250 ist allgemein nicht so schön handlich wie die RGV.

    Daraufhin habe ich mich für die Showa-Gabel einer GSXR-600/750 K4/K5 entschieden, die ist ja recht gut zu bekommen und bis auf den Radbolzen plug&play passend. Weiterhin kann sie noch ca. 7 mm weiter durchgesteckt werden, um den Nachlauf etwas zu verkürzen. Zudem ist sie auch für 300er Bremsscheiben ausgelegt. Um das Ganze zu vereinen habe ich den Radbolzen mittels geschlitzter Hülsen und Spacer adaptiert. Anfangs war mir nicht so recht wohl bei der Konstruktion, aber einen Sommer später kann ich sagen, dass hält und funktioniert. Die Bremsscheiben mussten um 2 mm nach außen versetzt werden (2,2 mm wären besser gewesen). Die Bremssättel sind von einer GSXR-1000 K3/K4 und besitzen die selben Kolbendurchmesser wie die original Sättel der LD01. Bremsleitungen wurden angefertigt bei Probrake. Federn waren 8er verbaut, habe aber keine Ahnung ob das original ist. Aufgrund meines Gewichts, Fahrstils und Einsatzzweck (Straße) habe ich diese gegen 7,5er Federn von einer GSXR-750 SRAD getauscht, zur Korrektur des Negativfederweg musste die Vorspannhülse gekürzt werden. Die Viskosität des Gabelöls (cST@40°C) habe ich, laut Herstellerangabe, um ca. 15 % reduziert und nun mit Silkolene RSF 2.5 befüllt, was jedoch immer noch etwas träge agiert zum schnell fahren. Entsprechend habe ich das Druckstufen-Shimpaket etwas abgeändert bzw. deren Steifigkeit um gute 35 % verringert. Nun liegt der Einstellbereich der Ventile in einem vernünftigen Fenster. Gesamte Umbaukosten bis hier ca. 700 €.



    Und wie fährt das Ganze jetzt, war der Umbau sinnvoll?

    Absolut, es ist ein ganz neues Fahrgefühl mit der Kleinen. Generell fährt sie jetzt viel präziser und ruhiger. Der Grenzbereich hat sich weiter nach oben verschoben, was nun leider mehr Motorstress bedeutet :face_with_tears_of_joy: . Im Vergleich zur originalen Gabel, trotz meiner Modifikation, verhält sich das Mopped jetzt deutlich weniger schwammig bei langsamer Fahrt sowie gleichzeitig weniger hubbelig beim heizen. Die progressive bzw. stark ansteigende Dämpferkurve ist jetzt Gott sei Dank passé.

    Nächster Step ist Umbau auf ein vorgespanntes Druckstufen-Shimpaket für eine steifere Lowspeeddämpfung bei gleichbleibender oder noch sensiblere Highspeeddämpfung. Die hierfür nötigen Ring-Shims konnte ich leider noch nicht finden, in der passenden Größe (Außendurchmesser 17 mm). Falls da jemand von euch eine Quelle hat, bitte mal posten.

    Würde mir sehr weiterhelfen.