Beiträge von Spargel19

    Die PWJ2 ist ja auch im Schlauchanfang, also soweit unten wie möglich platziert.

    Nein, leider genau andersrum.

    Laut Topham soll die Düse im Schlauch (PWJ2) über dem Kraftstoffpegel sitzen, also ganz oben im Schlauch.

    Von der Logik das Dosierungselement immer ganz am Ende der Einrichtung, wie auch bei den Lectrons.

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    Dieser spezielle Flachschieber Vergaser benötigt keine Düsen oder Nadeln, da er sich selbst nach dem Luftstrom einstellt und die richtige Kraftstoffmenge…
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    Der beschriebene Weg ist prima und wissenschaftlich tadellos. Ich würde den aber wirklich nur als Beispiel sehen wie man die Sache angehen kann - aber nicht das Ergebnis als den heiligen Gral verkaufen.


    Die Vorgehensweise mit der AGT erlaubt sicher mehr an die Grenze zu gehen wie meine Methode im alten Abstimmthreat, die drauf aus ist lediglich so weit von der Serie weg zu gegen dass der Motor gerade nicht zu fett läuft. Aber am Ende will ich (und viele andere) hauptsächlich schöne Strecken fahren und nicht jahrelang mit der Stoppuhr die Straße hoch- und runter fahren.


    Gruß J-C

    Ja, da hast Du natürlich Recht. Es ist und bleibt halt ein Vorschlag, KEIN Muss.

    Der heilige Gral wird das auch nicht sein.

    Ich finde auch deine generelle Sorge, dass sich hier niemand die Motoren zerschießt, in diesem Rahmen angebracht.


    ACHTUNG:

    Wem das hier geschriebene generell alles zu heikel ist, oder sich vermehrt Verständnisprobleme ergeben, dann bitte lieber die Finger von den Vergasern lassen.

    Der Spaß am Motorradfahren sollte immer im Vordergrund stehen.

    Hi Christian,


    zu deinem Setup bzgl. PWJ2, normalerweise sind da ja immer 0.6 ... 1 drin. Warum hast du dort 150/130 reingebaut? Dann ist ja auch klar, dass sich die beiden Drosseln beeinflussen - mal davon abgesehen, dass die mit Gürtel und Hosenträger "eingebaut" sind, wie ich soeben erfahren durfte...


    Gruß Henry

    Hallo Henry,


    sehr gute Frage, darauf habe ich schon gewartet.

    Dazu muss ich weiter ausholen:

    Prinzipiell ist diese Kombination bloß durch meine (damals) dümmliche Herangehensweise so gewachsen.


    Ich war beim testen mit PW1-0.7 + PW2-0.7 am oberen Limit angekommen, EGT-Temp. war da bei max. 730°C!

    Das war mir generell noch zuviel, hatte auch hin und wieder noch deutliche Motorvibrationen immer nach längeren Vollgasfahrten auf Bundesstraßen.

    Damals wusste ich noch nicht, dass sich die 2 PWJ gegenseitig beeinflussen, deshalb dachte ich mir so eine PWJ pro Vergaser tut's auch.

    Entschieden habe ich mich hierbei für die Düse im Schlauch (PWJ2) da diese am Ende des Systems sitzt.

    Also PWJ1 weggelassen und die PWJ2 im Schlauch gleich mal auf 110 aufgerieben um mit den Temperaturen zügig runterzukommen.

    Glücklicherweise lagen bei uns noch paar alte poröse Schläuche im Regal, die ich anschließend aufgeschlitzt habe um an die Düsen zu kommen. Als neuen Schlauch habe ich benzinfeste Ebayware gleicher Größe genommen und die aufgeriebene Düse dort wieder eingesetzt - steht dem Original in nichts nach.

    Als ich dann gefahren bin, gabs erstmal ein langes Gesicht - Karre plötzlich obenrum viel zu müde und EGT max. Temp bloß 570 °C möglich - alles viel zu fett.

    Shit und nun war die Düse bereits von mir aufgerieben worden, das war doof.

    Darum jetzt PWJ1 100 einbaut und wieder mit 2 Düsen pro Vergaser gefahren um wieder mit der Temp hoch zu kommen.

    Anschließend war sie plötzlich jedoch wieder zu heiß, jetzt begriff ich dass die Düsen doppelt wirken.

    Naja, habe mich dann schrittweise hochgehangelt, bis die Temperaturen im gewünchten Bereich lagen.

    Seitdem auch niemehr Probleme mit Vibrationen nach längeren Geknüppel gehabt.


    So gesehen kannst Du auch bloß mit der Düse im Schlauch fahren (PWJ2), aber 1.0 ist dann definitiv zu groß.

    Die konkreten Werte dafür müsste man mal ausmessen, wäre echt lusstig wenn die originale 0.7er genau richtig ist..., gut möglich.

    Die PWJ2 kannst Du auch selber bauen, da musst Du nicht unbedingt die Originale nehmen, das ist ja bloß ein Stück Messing mit einem maßhaltigen Loch, dass mittels Reibahle und Düsenmesslehre einfach hergestellt werden kann.

    Ich empfehle dir die Schläuche hinterher mit einer Banderole zu versehen und mit Edding zu beschrifften, dann behälst Du stets den Überblick beim Service.

    Unwahrscheinlich dass mit NLS parallel zur MAJ der Einfluss der MAJ unverändert ist. Könnte man sie auch weglassen - so doof werden die Japaner nicht sein.

    Naja, es hat schon eine Wirkung, bloß halt nicht ganz so dolle wie wir uns das bisher vorgestellt haben.

    Jetzt gibts natürlich 2 Möglichkeiten.

    Entweder das muss genauso sein und wir haben das bis jetzt immer verkannt oder die Sache war von den Japanern halt bloß gut gemeint.

    Übrigens empfiehlt das Suzuki Kit-Manual die Finger von der MAJ zu lassen weil sonst die „totale inbalance“ über der Vergaser hereinbrechen könnte…

    Das sind Herstellerprospekte für Jedermann, der Shit ist nicht ultimativ und gehört generell mal hinterfragt...

    Zu deiner Methodik: Das ist das Aufziehen auch dabei? Bei sowas messe ich lieber bei konstanten Bedingungen, also z.B Gas auf bei 5000, messen erst ab 6000.

    Nein, das Aufziehen war extra nicht mit dabei. Habe den Schieber ca. bei 1800-1900 U/min gezogen.

    Ich hatte den Vorgang mit der Digicam abgefillmt (Drehzahlmesser+Lampe) und mir anschließend im Video die entsprechenden Zeitstempel für (2000-5000 u. 2000-8000) herausgesucht. Mit Avidemux (Freeware) funktioniert das gut, da kann man Frame für Frame duchzappen. Leider habe ich die Videos nicht mehr, nur noch die Notizen.


    Gennerell gings hier ja nicht um die NJ-Abstimmung, sondern vielmehr um eine Kontrolle wie sich die MAJ bei geänderter Größe im NLS-Betrieb verhält. Ich hatte da vorher schon sone Vermutung, da wir früher schon Verbesserungen beim Durchzug kurz nach dem Anfahren festgestellt haben, wenn wir die MAJ größer gemacht haben (in Verbindung mit O-8 NJ).

    Das wirkte für mich dann halt schon irgendwie unlogisch, da in diesem Bereich ja das NLS kompett offen ist, deshalb der Test.

    Hallo Henry,


    generell finde ich das Leerlaufsystem schon derbe fett mit der PAJ 0.6, dadurch wirst Du die Kurve in der Mitte nicht mehr so knackig gestalten können. Da ich aber keine Erfahrung mit der RGV+RS250 mit Gemisch habe, ist es eventuell besser das so zu lassen und die etwas "matschige" Abstimmung im weiteren Verlauf in Kauf zu nehmen.

    Falls Dir das Rille ist, dann stellst Du das Leerlaufsystem wie folgt ein:

    PJ 27.5 kannst Du lassen, damit hat der Motor genug Kraft. Mit der PAJ schrittweise nach oben gehen bis Du Probleme beim Losfahren bekommst, dannach wieder einen Schritt zurück. Das Leerlaufsystem und der Übergang zum NJ ist jetzt sauber eingestellt. Wenn Du später bei kalten Wetter Probleme beim Losfahren bekommst, einfach die PAJ wieder einen Schritt kleiner machen, dann passt das wieder.


    Deine NJ+JN (6GH8 -Clip Mitte) kannste so lassen.

    Danach die MAJ kannst bei Halbgas testen (Anschlagklemme verwenden), da ist dann NJ und JN mit dabei. Versuche hier mal kleiner zu gehen und beobachte ob die Zeit besser wird, am besten in 2er oder 3er Schritten damit man den Trend schnell erkennen kann.

    Wenn die MAJ steht, machst Du mit der MJ weiter, Methode wie oben geschrieben, wieder in 2er Schritten.

    Als letztes kommt dann die PWJ, Methode wie oben geschrieben.


    Die Zeitmessung geht natürlich noch einfacher, wenn dich dabei ein Helfer unterstützt, der an der Strecke für dich die Stopuhr bedient, das hat Walter Kaaden damals auch so gemacht :winking_face: .


    gruß

    christian

    Dass die MAJ bei offenem NLS noch wirkt ist ja kein Wunder wenn das gepulst arbeitet.

    Nee, von 2000-5000 U/min ist noch nix gepulst, da ist komplett Durchzug im NLS - und die MAJ hat dort trotzdem noch ne Wirkung.

    Der Bypass ist damit kein "echter" Bypass sondern eher eine Minderung. Man kann die MAJ demzufolge NICHT mit dem NLS vollständig ausschalten.


    Gernerell ist ne 22c natürlich so ne Sache… fährt glaub keiner freiwillig. Wenn damit das NLS schon ab 7500 zu ist wunderts mich nicht warum. Edit: Kann bei 1/1 weiter hoch gehen.

    Ja, ist auch so. Bei mehr Schieberöffnung arbeitet das NLS länger und auch härter.

    Einfach mal bei der eigenen Kiste ausprobieren, hinsehen ist oft besser als glauben :winking_face: .

    Soeben war mal wieder Jugend forscht angesagt, um meine aufkeimende Ungewissheit abzutöten.

    Gegenstand war die Untersuchung von NLS, MAJ und NJ.

    Es galt zu klären, in wie weit die MAJ noch Einfluss auf den NJ hat, wenn das NLS aktiv ist.

    Das Ergebnis ist kurios.


    Methodik:

    Bin hierzu zwei Beschleunigungsintervalle im 2. Gang (also extra langes Intervall) mit verschiedenen MAJ gefahren im Bereich 2000-8000 U/min. Habe bei 2000 U/min den Schieber schlagartig auf ¼ aufgezogen und gehalten (immer mit Anschlagklemme im Zugverteiler). Zusätzlich habe ich eine Lampe an das NLS angeklemmt, um deren Modiwechsel während des Laufs zu verfolgen.


    Grundsätzliches zum NLS mit SAPC 22c @ ¼ Schieber:

    • < 2000 U/min ist das NLS geschlossen (Lampe aus)
    • 2000-5500 U/min ist das NLS voll offen (Lampe leuchtet)
    • 5500-7500 U/min dosiert das NLS (Lampe blinkt), nach hinten raus auch immer schwächer
    • > 7500 U/min ist das NLS geschlossen (Lampe aus)


    Ergebnisse: Beschleunigungen (2000-8000 U/min):

    • MAJ 0.6 = 12.420 sek
    • MAJ 1.14 = 10.960 sek


    Beschleunigungen (2000-5000 U/min):

    • MAJ 0.6 = 5.220 sek
    • MAJ 1.14 = 4.500 sek


    Demnach hat die MAJ sogar noch eine Wirkung wenn das NLS vollständig offen ist. :upside_down_face:

    Fazit: NJ+JN können somit auch mit der MAJ abgestimmt werden

    Die 0.6 er fliegt natürlich sofort wieder raus...

    Moin!


    Das mit der Abschaltung bzw. Dosierung hintenraus klingt jetzt natürlich plausibel, so kann man das komplette Uhrwerk ja noch radikaler bauen.

    Die ganzen Hack's gingen scheinbar immer mehr in Richtung Einspritzung..., halt immer die richtige Menge zum richtigen Zeitpunkt...

    Wie sieht denn das an den Kisten aus, fahren die da auch übel steile Gegenkonen an der Birne oder wie?



    Nochmal kurz zur VJ21 u. VJ22 (betrifft unterschiedliche Mengenregulierung MJ+PWJ)

    Ist den schon mal jemand beide (Serie, international) im Vergleich gefahren?

    Falls ja würden mich die Erfahrungen zum Fahrverhalten interessieren.

    (Ein Prüfstandsprotokoll wäre hier natürlich der absolute Luxus)