NSR 125 stottert nach kurzer Fahrtstrecke

  • Moin Moin in die Runde,


    ich brauche bitte nochmal eure fachliche Hilfe, bevor ich mein zweirädriges Gefährt wüst beschimpfe & anzünde :evil:


    Lange Geschichte "kurz" erzählt :ironie:


    Meine JC20 siehe Bild unten habe ich vor ca. 12 Jahren "frisch" gemacht. Es kam ein Motorblock mit recht neuem Zylinder/Kolben rein (Block selber hat etwa 30.000 Km runter) etc.


    Seitdem hab ich sie im Prinzip nur alle 2-4 Jahre :whistling: mal zum TÜV gefahren, die letzten 3 Jahre wurde sie bis vor kurzem garnicht mehr bewegt. Bereits vor 3 Jahren bemerkte ich ein Stottern unter Volllast bei ca. 7000 - 8000 U/Min. Ebenfalls lief sie obenrum recht zäh. Das lag wohl primär an der Auslasssteuerung, nachdem ich diese exakt neu justiert hatte, drehte sie schön bis in den roten Bereich.


    Nun hab ich ihr einen Giannelli Pott spendiert, siehe Bild, und glaubte felsenfest daran, das Stotterproblem im Rahmen der Abstimmung in den Griff zu kriegen.


    Nach diversen Bedüsungsänderungen (142er und 135er HD, beides deutlich zu fett) habe ich sie nun düsenmässig wieder original eingestellt (HD 132, LLD 52, Powerjetdüse 70) und die Nadel eine Stufe magerer als original gestellt. Sie läuft prinzipiell gut, aber:


    Nach kurzer Fahrtzeit (1-2 Km) nimmt sie immer weniger Gas an und ist irgendwann nicht mehr unter Vollgas fahrbar. Mit wenig Gas dahintuckern ist machbar. Wenn ich dann mehr Gas gebe, stottert sie vor sich hin und nimmt kein Gas an. Mit Choke wird´s eher schlimmer, also sie "fettet quasi von alleine an" auf gut Deutsch.


    Wenn ich sie ein paar Minuten stehen lasse, läuft sie die ersten 1-2 Km wieder schön wie immer, dreht frei aus...danach dasselbe Spiel. Leistung bricht ein, Stottern und keine vernünftige Gasannahme.


    Ein Bild der Kerze nach "Stotterfahrt" hab ich ebenfalls mal beigefügt.



    Was ich bereits erledigt hab:


    - Neuer Luftfilter

    - Neue Zündspule + NGK Stecker + NGK Kerze BR9ECS

    - CDI gegen ne andere getauscht. DIe JC20 CDI allerdings sind immer "offen", da sind keine Leistungslöcher zu erwarten

    - Vergaser/Schwimmerkammer/Düsen sind augenscheinlich sauber, jedoch (noch) nicht ultraschallgereinigt

    - Benzinhahn-/zufuhr sieht frei aus, aus dem Hahn kommt ein gesunder Strahl :biggrin:

    - Fahren mit offenem Tankdeckel bringt keine Änderung


    - Standgas und Startverhalten kalt/warm sind ohne Beanstandungen.



    - Ich will nun evtl. mal noch das Schwimmernadelventil tauschen und die Schwimmerhöhe prüfen, aber so recht glaube ich da nicht an den Erfolg.



    Für sachdienliche Hinweise bin ich zutiefst dankbar - ebenfalls für Hinweise, ob es in NRW einen 2-Takt Schrauber gibt, der so Fälle gerne fachgerecht behandelt. Hätte nämlich noch mehr von solchen Standuhren in der Garage :lol:  X/



    Vielen Dank und Grüsse aus Köln


    Thomas

  • Komisch..hast du Pickup auch getauscht? Könnte nicht schaden...

  • N'Abend,


    nee, Pickup ist noch original. Danke, wäre ne Idee :daumenhoch

  • Deine Kerze sagt aber eher zu mager.

  • Hmm, also würde das ja eher für Falschluft z.B. durch undichte Simmerringe sprechen? :rolleyes: Weil egal ob ich fetter oder magerer bedüse, das Problem im Grundsatz bleibt leider.


    Sobald ich nochmal Zeit hab, kommt ein anderes Pickup rein sowie neues Schwimmernadelventil.


    Wenn's dann nicht läuft, zünd ich die Karre an 8o

  • Bleib bei der Zündung. Lima durchmessen, Pickup durchmessen und 1mm Abstand. Batterie tauschen, Landespannung testen, Sicherungen checken. Vergaser und Undichtigkeiten lass mal.

  • Es komm nicht genug sprit im Vergaser an, evtl knickt der benzinschlauch odsr hat sich innen aufgelöst oder durch den benzin Filter geht zuwenig durch

  • macht das nadelventil auch vollständig dicht?

    sonst mal erneuern mit sitz

  • Es hat schon Fälle gegeben wo Benzinschläuche, wenn sie warm wurden, zusammenfielen oder knickten.

    Gruß,

    Georg