RG 500 - Vergaser synchronisieren - Synchrometermethode

  • Hallo Männer,


    ich will nicht hoffen, daß ich hier möglicherweise einen "alten Hut" wiederbelebe,

    aber ich wollte mal kurz meine Methode schildern, wie ich die Vergaser meiner

    RG 500 perfekt synchronisiere.


    Vorweg: ich sychronisiere NICHT rein mechanisch nach der altbekannten Methode,

    sondern mit einem Luftmengendurchflussmesser, auch Synchrometer genannt!


    ->> Synchrometer (STE Typ SK 1-30) <<--


    Das Teil ist nicht ganz billig, ich habe es z.B. bei Ebay für knapp € 30,-

    ersteigert. Schaut einfach mal im Internet nach ...


    Das funktioniert im Gegesatz zur rein mechanischen Synchronisation perfekt und

    mit praktisch 99,9% Genauigkeit!


    Damit gelingt es faktisch jedem, sowohl den Leerlauf, als auch den (kritischen)

    Übergangsbereich zum Teillastbereich sauber hinzubekommen!


    Im Auslieferungszustand hat der STE SK allerdings einen konisch zulaufenden Gummiadapter,

    und passt NICHT auf die RG Vergaser!!!


    Mit der Plastikverschlußkappe einer handelsüblichen Spraydose läßt sich dieses Manko

    aber sehr leicht korrigieren! (siehe Fotos)


    Einfach Kappe von einer Spraydose (kleine Größe) nehmen, entsprechenden kreisrunden

    Ausschnitt mit dem Cuttermesser abtrennen, dann auf den vorhandenen Gummikonus des

    Synchrometes schieben und mit Tape umwickeln, (siehe Fotos) da es natürlich dicht sein muß!

    (paßt dann zu 100% und dichtet perfekt ab!)


    Die Idee habe ich übrigens von folgender Internet-Seite:


    http://roserunnersreviews.blogspot.com/


    Also ich kann es wirklich nur jedem wärmstens empfehlen!


    Viel Erfolg dabei ...


    Bin gespannt auf die Resonanz von Euch!


    Gruß

    Peter




  • SNAP_500ccm

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  • Und was für ein Plus soll das bringen? Ich habe weder ein Problem mit Leerlauf, noch mit dem Teillastbereich. :nixweiss:

    In Kurven kann jeder schnell fahren, aber auf der Geraden... ja, da brauchst du Leistung!

  • Funktioniert sicher auch. Wir haben das im XJ-Forum mal bis uebers Erbrechen hinaus diskutiert, meiner bescheidenen Meinung nach stellt man mit Unterdruckmessung (oder Luftmengenmessung) die Vergaser lediglich so ein, dass an allen der gleiche Unterdruck herrscht, nicht jedoch zwingend so, dass die Vergaser gleich weit offen stehen, was man aber erreichen will. Man kann zwar davon ausgehen, dass wenn an 4 gleichen Vergasern vier gleiche Zylinder saugen, aus gleichem Unterdruck resultiert dass die Vergaser gleich weit offen stehen. Aber so kann man auch gleich die Vergaser gleich weit offen stellen indem man mit einem Bohrer unter dem Schieber die Oeffnung misst.

    Gruß,

    Georg

  • georg_horn


    Hallo Georg,


    deine Überlegung ist aber schon rein theoretischer Natur, oder? In der Praxis ist es mir

    jedenfalls bei meiner RG 500 rein mechanisch vorher nie gelungen, die Vergaser

    so perfekt zu synchronisieren wie mit der beschriebenen Luftmengenmessung!


    Sowohl im Leerlauf als auch im (kritischen) Übergangsbereich zum Teillastbereich!

    (Also, ich meine damit den Moment, wenn man den Gasgriff gerade beginnt zu betätigen

    und die Vergaserschieber gerade beginnen, sich zu heben!)


    ->> Das funktioniert nun perfekt!! <<-


    Rein mechanisch kannst du zwar die Schieberhöhe mehr oder minder millimetergenau justieren,

    ABER das bekommt man eben rein mechanisch nie so ganz genau hin.

    Wohl aber mit der Messung der durchfliessenden Luftmenge. Wenn auf allen 4 Vergasern die

    identische Menge an Luft durchströmt, passt es eben tatsächlich dann wirklich perfekt!


    Optisch standen meine Vergaserschieber vorher auch (mechanisch justiert) vermeintlich perfekt!


    Aber die Einstellung mit dem Synchrometer brachte die tatsächlichen Gegebenheiten dann ans

    Licht, nämlich, dass die Schieber eben doch nicht so perfekt zueinander synchron standen wie

    zunächst angenommen!


    Lange Rede, kurzer Sinn: der Motor läuft so wensentlich "crisper" und hängt perfekt

    am Gas!!


    Ich weiß nicht, ob dir der Name "Randy Norian" etwas sagt!?

    Der äußerte sich in der "Gammalist" unlängst auch einmal dazu. Er schrieb:


    "A number of guys synch the carbs using an air flow meter (myself

    included) this is very accurate and gives you the best small-opening

    synch possible."


    Gruß

    Peter

  • Vielleicht gehts mit einem "flow meter" tatsaechlich besser als mit Unterdruckmessung. Mit Unterdruckmessung gehts ja auch normalerweise gut, denn wie gesagt wenn x gleiche Zylinder an x gleichen Vergasern saugen, entsteht auch x-mal der gleiche Unterdruck, wenn nicht irgendwo was undicht ist oder ein Zylinder/Kolben beschaedigt ist.


    Ich hab aber auch bei Zuvieltaktern, bei denen ja normalerweise mit Unterdruck synchronisiert wird, schon rein mechanisch mit der Fuehlerlehre die Drosselkappenspalte gemessen und gleich eingestellt und die Motoren liefen gut. Mit den Unterdruckuhren nachgemessen ergab sich noch ein kleiner Unterschied, den hab ich noch korrigiert aber das ergab fuer mich keine hoerbare oder spuerbare Verbesserung des Leerlaufes mehr.


    Vielleicht bin ich auch nur zu unsensibel. Ausserdem soll man nicht im Leerlauf rumtuckern. :winking_face:

    Gruß,

    Georg

  • Ich verstehe gar nicht warum die Methode hier so kleingeredet wird? Ich hatte die vergaser auch penibel nach whb eingestellt inkl. 0,5 er Bohrer unter die Schieber usw.


    Trotzdem ergaben sich nach der gegenmessung mit dem synchrometer noch 4 verschiedene Werte


    Jetzt schnurrt der Motor bei 1200 Touren prima im standgas

  • Selbst wenn alle Vergaser mechanisch zu 100% identisch beschaffen und auch zu 100% identisch justiert wären,
    wäre das Ergebnis höchstwahrscheinlich nicht optimal, weil halt noch mehr Variablen existieren, die das angesaugte Volumen bestimmen.
    z.B.
    - unterschiedliches Spiel in der Drehschieberverzahnung
    - Unterschiede bei der Drehschieberbeschaffenheit
    - Unterschiede bei der Einlassbeschaffenheit
    - unterschiedlich fitte Kolben/-ringe usw.

    Man könnte wahrscheinlich noch 10 weitere Punkte finden.

    Insofern ist der Weg, die angesaugte Luft zu messen und zu justieren vermutlich die klügste Lösung :cheers:

    Das Leben ist viel zu kurz, um keine Gamma zu fahren

  • ->> Genau so verhält es sich!! Besser hätte ich es auch nicht formulieren können! <<- :winking_face: :face_blowing_a_kiss:


    ... und die Anmerkung: "... vermutlich klügste Lösung" gefällt mir in dem Zusammenhang natürlich

    besonders gut!!!! :) :) :) Vielen Dank dafür!!! :face_blowing_a_kiss: :face_blowing_a_kiss: :face_blowing_a_kiss:


    Ich habe es ja auch wirklich sehr ausführlich erklärt! UND ich habe es ja auch schon selbst durchgeführt

    und kenne den Unterschied! Ist ja keine graue Theorie die ich hier verbreite!


    ->> Ich spreche ja von einer praktischen Erfahrung! <<-


    Mehr als auf die Möglichkeit aufmerksam machen kann ich leider nicht! :smiling_face_with_sunglasses: Also, einfach mal die Idee aufgreifen und für sich selber ausprobieren! Ist wirklich ein Kinderspiel mit dem Teil!


    Gruß an alle ... Peter

  • SNAP_500ccm

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