Fahrphysik

  • Schinki,


    was war eher da, die Henne oder das Ei?


    Greift man ruckartig in die Vorderbremse, bleibt u. U. das Vorderrad stehen, weil noch zu wenig Grip, mit entsprechenden Folgen, oder es baut sich Grip auf und bremst?


    Die Einleitung des Bremsvorgangs ist bei einem geübten Fahrer ein sehr schnell ablaufender Prozess und das Maximum ist sehr schnell erreicht.


    Diese Ausagen in dem obigen Thread stammen übrigens von unserem Fahrer, der 2009 mindestens 5,000 km mit 1000ern auf der Rennstrecke war.


    Und vom Hineinbremsen in die Kurve habe ich nichts geschrieben.


    Racepa

  • Zitat

    der 2009 mindestens 5,000 km mit 1000ern auf der Rennstrecke war.


    Nix für ungut, aber ich halte mich dann vom Ablauf des Bremsvorgangs lieber an den 9fachen Weltmeister als Anhaltspunkt, obwohl der mit 3-4 Fingern bremst und nur 800er gefahren ist.
    Und in dessen Beschreibung geht der Bremsvorgang eben bis in die Kurve.


    Du schreibst:

    Zitat

    und dann immer härter bremsen bis zum Maximum.


    Das hört sich eben danach an, daß der Bremsvorgang vor der Kurve abgeschlossen ist.


    Vielleicht sollte dann Euer Fahrer selbst die Beschreibung übernehmen und nicht Du als Sprachrohr.
    Da ist nämlich schon eine Zwischenstation wie bei der Flüsterpost.
    Vielleicht bringst Du da manches Mal die Eindrücke des Fahrers nicht ganz korrekt auf den Punkt wieder.


    KÖNNTE ja so sein...


    Gruß Schinki

  • Also mal im ernst, hat hier schonmal jemand einen gesehen, der im trockenen beim geradeaus Bremsen abgeflogen ist, oder dem das Vorderrad blockiert hat?


    Ich kenne niemanden. Mir ist im Regen schon ein paarmal das Rad stehengeblieben, aber seitdem die RR immer besser werden, also die letzten 10 Jahre, passiert das auch nicht mehr.


    Die einzigen von denen ich weiss, das die geradeaus das Vorderrad an die Blockiergrenze bringen sind die Topfahrer aus MotoGP und SBK-WM. Rossi macht das regelmässig, ebenfalls habe ich es bei Hayden schon mit eigenen Augen gesehen. Sachsenring 2007 den Berg runter im Qualifying beim anbremsen der folgenden Links. Auch Fogarty und Bayliss sind so Kandidaten.


    Ein gewisser Rob Phillis, Kawa-Werksfahrer und zu dessen Zeiten waren in der SBK noch Carbonscheiben erlaubt, hat auf den langen Waldgeraden von Hockenheim immer die Bremse leicht gezogen, damit die Scheiben nicht abkühlen. Soll heissen, das er sofort beim betätigen der Bremse volle Verzögerung hat. Damals anfang-mitte der 90er war die CFK-Bremstechnologie noch nicht so weit entwickelt wie jetzt. Man brauchte enorme Temperaturen damit die CFK-Bremsen ordentlich verzögerten. Also gab es sogar Material-Mix, eine Seite mit Carbonscheibe für die brutale Bremsleistung, die andere Seite mit Stahlscheibe für sofortiges Ansprechen.


    So wenig Gewicht ist selbst bei einer 250er nicht am Vorderrad, selbst wenn der Fahrer bei Vollgas und entlastetem Vorderrad voll in die Bremse langen würde. Den überschlägts dann eher, bevor das Rad blockiert.
    Beispiel: Jeremy McWilliams irgendwann mal in Estoril als er bei Vollgas im 6.Gang mit dem Bremshebel den Höcker eines Konkurrenten berührt hat.
    Was folgte war ein Formatfüllender Überschlag.
    Das gleiche war zu sehen, als 2006 Gibernau in Barcelona dem Capirossi ins Heck fuhr. Überschlag, nix mit blockiertem Vorderrad.

    >>>nicht klicken!!!!<<<


    2 x 3 macht 4
    Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
    Ich mach' mir die Welt
    Widdewidde wie sie mir gefällt ....

    3 Mal editiert, zuletzt von Roland ()


  • Hallo,


    das waren Fragen, wie man aus dem Fragezeichen ersehen kann!


    Ich bin mit einer 250er mit einer Duplex-Vorderrad-Bremse mal gestürzt, weil ich ruckartig, war ein Fehler von mir, in die Bremse gelangt habe und nicht rechtzeitig losgelassen habe. Da ist allerdings kein Überschlag rausgekommen, sondern das Vorderrad ist stehengeblieben und seitlich weggerutscht.


    Racepa

  • Zitat

    Original von Racepa
    weil ich ruckartig, ........, in die Bremse gelangt habe und nicht rechtzeitig losgelassen habe.


    Racepa


    S'ist meistens so: Wenn man reinlangt, lässt man nicht los :teacher: :D

  • :teacher:
    also ich lang sogar im regen (mit regenreifen) so statk in die eisen, daß das hinterrad abhebt. all die jahre hatte ich keine probleme damit.
    heuer in schleiz (im trockenen) ist mir mal das vorderrad eingeklappt, aber nur deswegen, weil ich in extremer schräglage noch zu stark auf der bremse war, bzw. einfach immer noch zu schnell für die kurve war.

    Ich stürze nur im äußersten Notfall.

  • Zitat

    Original von Roland
    Beispiel: Jeremy McWilliams irgendwann mal in Estoril als er bei Vollgas im 6.Gang mit dem Bremshebel den Höcker eines Konkurrenten berührt hat.
    Was folgte war ein Formatfüllender Überschlag.


    oder barbera in mugello 2008 dem simoncelli. war nicht mal auf start ziel in imola in den 90ern perugini jemanden ins heck gefahren und ist dann ne gefühlte ewigkeit auf dem hosenboden entlanggeschlittert? ich glaube er beklagte sich danach mehr über sein überhitztes hinerteil als über das verpatzte rennen.


    Zitat

    Original von Roland
    Das gleiche war zu sehen, als 2006 Gibernau in Barcelona dem Capirossi ins Heck fuhr. Überschlag, nix mit blockiertem Vorderrad.


    naja ne schwarze spur gabs schon. war aba bestimmt nur ne folge vom beginnenden überschlag.
    http://www.motorsportmad.com/view/4170/


    @str
    war halt n äußerster notfall, oder? :)