hang off fürn arsch?!

  • 800er fahren höhere Kurvengeschwindigkeiten als die 500er:


    1. Grund: Fahrbarkeit des Motors -> Fahrstil
    2. Grund: Reifen


    Zu Eurem Hang Off Thema ne Anmerkung:
    Stulle brennt mit seinem Aufrechtfahrstil auf unserem Hobby-Niveau "fast" alles her was Ihm vor die Nase kommt.


    Ich persönlich sehe den Vorteil im "Ertasten" der Schräglage, fixer in die Kurve zu kommen und der geringeren Gesamtschräglage. Durch Hang Off kann ich in den Kurven auch mehr "arbeiten" mit Gewichtsverlagerung, kann die Kurven enger oder weiter fahren und Rutscher besser abfangen...


    Alles auf der Rennstrecke! Auf der Landstrasse mit ner BMW R1200RT find ichs affig, vor allem wenn ACDC ausm CD Player kommt...

  • Die fahrbarkeit des Motors hat doch nichts mit der Kurvengeschwindigkeit zu tun! Die schwerpunktlage des Motor schon eher.


    Es ist einfach alles besser geworden, die Fahrwerke,Dämpfung und vor allem der Reifegrip. Das ist in erster linie der Grund für die krassen Schräglagen der MotoGP.


    Für viele ist der hanging off-Fahrstil tatsächlich nichts, weil sie schlichtweg zu langsam sind. Wer entsprechend schnell ist, kann den Vorteil die die Gewichtsverlagerung nach innen bringt auch ausnützen.

    >>>nicht klicken!!!!<<<


    2 x 3 macht 4
    Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
    Ich mach' mir die Welt
    Widdewidde wie sie mir gefällt ....

    Einmal editiert, zuletzt von Roland ()

  • Hai!


    "Kurvengeschwindigkeiten" ist eh relativ. Für die Schräglage Kommts ja auch noch auf den dabei gefahrenen Radius an. Je mehr Power desto "spitzer" und "langsamer" wird idR gefahren. Wobei dann eben "langsamer" nicht unbedingt langsamer bedeutet... :nuts:


    Ist eh doof: Geschwindigkeit sagt nichts aus, Schräglage auch nicht. Man sollte sich auf die Querbeschleunigung einigen um die Taten der "Helden" zu bewerten, bzw zu vergleichen. Gibts dazu Daten? Angeblich haben Dunlop Techniker bei Testfahrten den Mike Hailwood schon in den 60-er auf "Mopedreifen" mit 1.5g gemessen :shock: (oder nicht? -> Racepa weiss das doch sicher :D )


    J-C

    Schieber- , Getriebe- , Motorgehäuse- und Kurbelwellenkiller

    Einmal editiert, zuletzt von JCN ()

  • JCN,


    der Racepa kann sich daran auch nicht mehr erinnern! :nixweiss:


    Wer aber Renn-Bilder von damals anschaut, wird über die Schräglagen, auch der Spitzenfahrer, im Vergleich zu heute nur müde lächeln.


    Aber wir haben aktuelle Vergleiche, die allerdings keine Meßdaten enthalten.


    Unserer hat öfters die Möglichkeit gehabt, unmittelbar hintereinander die aktuelle Kawa ZX10R mit etwas über 200 PS (?) zu fahren und eine Honda VTR 1000 2, die Anfang der 2000er als Reservemaschine für die SBK-WM für den Corser aufgebaut wurde. Letztere hatte schätzungsweise so um die 150 PS.


    Was man mit der Honda auf den Geraden von anderen 1.000ern abgenommen bekam, hat man in Brünn, Most oder Olbn. in den kurvenreichen Stücken durch die extreme Fahrbarkeit wieder aufgeholt, wobei da jemand draufsaß, der den hohen Kurvenspeed fahren kann!


    Ein Öhlinsfahrwerk, zwar schon fast 10 Jahre alt, aber vom feinsten, was mögliche Kurvengeschwindigkeiten anbelangt!


    Wer dann im "Rennbetrieb" die Reifenfrage richtig löst, kann mit den aktuellen Reifen Kurvengeschwindigkeiten und Schräglagen fahren, die man vor ein paar Jahren nicht für möglich hielt!


    Racepa

  • Das meinte ich: Die damaligen Schräglagen kannst nicht vergleichen da ja die Reifen viel schmaler waren. Deswegen wären die g-Werte interessant und da glaube ich sind die Unterschiede gar nicht so arg extrem (natürlich schon deutlich bevor wieder gemeckert wird). Der ganz grosse Unterschied kommt eher beim Bremsen (in die Kurve rein) und beim rausbeschleunigen. Und wie schnell abgewinkelt wird. Ist ja auch beim Vergleich "Normalo" zu "Rennfahrer" so: Beim reinen Kurvenspeed sind die Unterschiede noch am geringsten. Oder auch beim Vergleich Strassen- zu Rennreifen.


    Sage ich auch immer bei den Renntrainings die ich fahre: In einer langsamen Kehre flott fahren und am Ende den Hahn aufziehen können (fast) alle :P. Die Spreu trennt sich vom Weizen vor allem am Kurveneingang und in schnellen Ecken :D


    Ach ja: Ich denke, liesse man mal nen Ago/Hailwood mit der Kiste von damals bei nem Renntraining mitfahren würden sich einige wundern :D


    Gruß, J-C

    Schieber- , Getriebe- , Motorgehäuse- und Kurbelwellenkiller

    Einmal editiert, zuletzt von JCN ()

  • JCN,


    die guten und die Spitzenfahrer haben schon immer mit dem zur Verfügung stehenden Material das Maximum gefahren!


    Und teilweise darüber!


    Es ist müssig, Vergleiche anzustellen, denn diejenigen "ehemaligen", die sich heutzutage mit ihren 60/70 Jahren mal auf moderne Maschinen schwingen, zeigen, dass sie sich nicht verstecken müssen.


    Racepa

  • ein rugia hat vor gut 20 jahren auch schon den ellenbogen auf die straße gebracht, und er war nicht der einzige.
    auch ein gustav reiner oder randy mamola fuhren diesen "extrem hanging off".
    komischer weise fuhren diese jungs auch immer den höchsten kurven-speed.
    also scheint es doch was zu bringen.
    wenn es einem jetzt noch gelingt den speed mit auf die gerade zu nehmen, ist man klar im vorteil.

  • War mir klar dass das mit dem Hailwood rein theoretisch ist... Die Pisten von damals gibts ja fast alle nicht mehr (?), aber der reine Rundenzeitenvergleich würde mich schon mal interessieren falls es eine Strecke gibt die noch genau so existiert (?)


    Zum o.G. HO: Die genannten Typen waren aber alle nicht die allererfolgreichsten. Kurvenspeed bringt ja nix wenn man deshalb 20m später ans Gas gehen kann sind die anderen trotzdem weg... Und der Mamola war ja nur mit dem Arsch so extrem unten, der Oberkörper ist ja wieder eher mittig im Gegensatz zu den heutigen Fahrern die z.T. komplett daneben hängen.


    Das sind doch bestenfalls Promille, da lasse ich mirs eingehen. Uns Amateure brennt ein schneller "Aufrechter" immer und überall so her dass das reine Theorie ist :arsch:


    Und am Ende kommt man in 20 Jahren auf den Trichter dass da damals alles Kockolores war und Aufrecht am schnellsten geht :D Frei nach dem Motto: Die medizinischen Erkenntnisse von heute sind der Horror von morgen :D


    J-C

    Schieber- , Getriebe- , Motorgehäuse- und Kurbelwellenkiller

  • JCN
    Zum o.G. HO: Die genannten Typen waren aber alle nicht die allererfolgreichsten...


    also rugia war vize-weltmeister 250ccm :respekt:
    der gustav war mehrfacher dm-meister (350 und 500ccm) und seinerzeit einer der erfolgreichsten privatfahrer in der 500er wm
    und mamola war 4 mal vize-weltmeister 500cm. :respekt:


    :teacher: ich denke da gibt es nur noch wenig steigerunspotensial

    Ich stürze nur im äußersten Notfall.