Neue Kupplung verbauen

  • Ich hab die Tage ne komplette Kupplung gekauft, das heißt der Korb mit den Lamellen etc. Alles komplett. Heute kam das gute Stück an und mir ist aufgefallen, daß die Schrauben der Federn nicht fest sind, sondern relativ lose.


    Da ich ja immer frei nach dem Prinzip "Learning bei doing" vorgehe, werde ich die Tage mal das Öl ablassen, die alte Kupplung rausholen und die neue einbauen mit neuem Öl, auch wenn ich vor 200km erst neues Öl rein gemacht habe.
    Die Jolly reißt oben herum dermaßen die Leistung hoch, daß ich den ersten drei Gängen bei 10,5k rpm die Kupplung durchgeht. Ich hoffe, das ist mit der neuen Kupplung behoben. Außerdem ist mir aufgefallen, daß der Hebel an der Kupplung (wo der Zug dran ist) nicht mit genügend Druck zurück Richtung Grundposition zieht.


    Hier sind ja schon Beiträge gewesen, daß man von härteren Federn die Finger lassen sollte. Das werde ich natürlich beherzigen. Meine Frage daher lediglich zu den lockeren Schrauben der Federn. Müssen die fest angezogen sein? Dann baue ich das die Tage mal aus und die neue rein.


    Danke, Matthias

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  • Hallo,


    bei der alten Kupplung würde es reichen, die hinterste Scheibe zu richten. Gibts zig Beiträge im Forum. Wenn die neue Kupplung gebraucht ist: Scheibe vor dem Einbau richten.


    Zu deinem Problem: :confused_face: Du meinst aber nicht die Feder-Schrauben? Die sind natürlich nur von Hand eingedreht da man die zum Kupplung montieren eh abnimmt. Oder ich blick grad nix...


    Gruß JC

    Schieber- , Getriebe- , Motorgehäuse- und Kurbelwellenkiller

  • Haha, zu gut. Klar wird das so sein wie Du sagst, aber ich wußte es nicht. Ich hab in meiner Ahnungslosigkeit gedacht, man tauscht den Korb mit den Lamellen einfach 1 zu 1. :-D


    Ich hab ja schon echt viel selber gemacht, aber ne Kupplung am Motorrad noch nicht. Das ist mein erster Anlauf :face_with_tongue:

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  • Der Matthias meint bestimmt die 6 Schrauben, die den Kupplungskorb mit Belägen und Stahlscheiben zusammen halten. Die werden nur recht leicht angezogen. Mehr ist nicht nötig.


    http://www.outpost-omega.net/images/250/wapu/08.jpg


    Bei den Yamahas gibt es auch noch Einbauvorschriften, es werden Stahlscheiben um 60° gedreht und es gibt Bezugspunkte,die gegenüber stehen sollten. Keine Ahnung ob das bei der RGV auch so sein muss, aber erkundige Dich mal. Ansonsten funktioniert die nicht und Du musst nochmal das gute Öl ablassen :D



    Gruß Holli

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  • Ohne Gewähr, hab meine Kupplung vor 4 (?) Jahren gerichtet und evtl die Ducati-Kupplung im Kopf habe:


    Stahlscheiben musst nur einbauen, egal wie. Du musst dann die Druckplatte so auf die Federbolzen aufsetzen dass die auch ganz schliessen kann. Da sind nicht alle Stellungen gleich, in den "falschen" hängt sie am Innenkorb. Einfach mit einer Scheibe weniger die Position ausprobieren, sollte dann klar sein. Und dann einfach in der passenden fertig montieren.


    Aber wie gesagt, du musst zu 99% nur die letzte Stahlscheibe austauschen, dazu den Federring rausnehmen, tauschen, wieder zusammenbauen. Deine gebrauchte funktioniert evtl auch nicht besser wenn die ebenfalls eingelaufen ist.


    Die Federschrauben sind beim Zusammenbau wirklich nur leicht angezogen da recht dünn (M5, M6 ?)


    Gruß J-C

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  • Drehwerte für alle Schrauben (auch die Kupplung) stehen im WHB. In die Seite mit den Drehmomentwerten (unterschiedlich für die einzelnen Baujahre) solltest du dir eine große Markierung machen und danach arbeiten.


    Du traust dich nicht an die Schieber ran, gehst aber ohne Plan an die Kupplung? Dann kannst du auch an die Schieber :winking_face:


    Übrigens rutscht die Kupplung eher nicht, weil die Jolly soviel Leistung bringt. Die originale Anlage setzt leistungstechnisch früher ein, es sollte eigentlich ein höheres Drehmoment vorliegen anfangs und somit sollte die Kupplung sogar eher beim Original Auspuff rutschen. Wie dem auch sei, ich tippe hier eher auf den typischen Fehler mit falschem Motoröl. Dann reicht es, die Kupplung zu säubern und mit mineralischem Öl neu zu befüllen.

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  • Jetzt muß ich auch nochmal "dumm" nachfragen. In die RGV darf doch 10W40 Teilsynthese rein. Also meine hält super mit Teilsynthetisch. Oder liege ich da falsch??

  • Zitat

    Original von JCN
    Hallo,


    probiere mal popliges 20w30 Rasenmäheröl im Getriebe und teste nochmal. Kann mir auch nur die Kupplung als Problemquelle vorstellen.


    Gruß JC


    Ich deute rasenmäher Öl nicht als teilsynth. Ich meine auch, dass meine Kupplung auch mit Teilsynth rutschte.


    Das genaue Zusammenspiel kenne ich nicht, vielleicht ist es auch irgendein Zusatz, der ab einem bestimmten Verschleiß dafür sorgt, dass die Kupplung mit teilsynth eher rutscht oder so.

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  • Es gibt ja auch extra reines Getriebeöl....das Motul Transoil. Ich Fahre das Transoil Expert 10W-40 in allen 2T, auch in der RGV. Es gibt auch das Motul Transoil 10W-30 Spezial-Mehrbereichsgetriebeöl auf Mineralölbasis für 2-Takt-Maschinen mit separater Getriebeschmierung und Nasskupplung. Das 40er hat eine Technosynthese, verstärkt durch Ester-Komponenten.
    Anfangs hatte ich auch "Kupplungsrutschen"....aber das stimmte nicht. Meine 21er schießt regelrecht ab 8000 Umdrehungen so dermaßen schnell hoch, das ich dachte, sie rutscht.
    Das ist wie ne Explosion :D.


    Das 40er rutscht aber defenitiv nicht. Auch nicht in meinem Umbau, und da muss die Kupplung schon was mitmachen.


    10W-30 empfiehlt Yamaha für seine 2T Getriebe soweit ich weis.


    Gruß Holli

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  • normales 10 30 oder 20 40 reicht vollkommen aus!

    Das Leben ist zu kurz, um Biermixgetränke zu trinken!