Spurversatz ist kein Mangel sondern je nach Motorrad konstruktiv bedingt und damit einfach gegeben. In der Ausbildung durfte ich das mal an einem BMW K-Modell messen. Das war moderat aufwändig und wurde mit einem langen, rechteckigen Hohlprofil aus Alu und ein paar Abstandshaltern pro Rad gemacht. Damit sollte verhindert werden, dass sich ein Fehler durch ein eingeschlagenes Vorderrad oder schief im Kettenspanner stehendes HInterrad ergibt. Bei der BMW ist das hinterrad ehr unproblematisch aber immerhin könnte die Schwinge selbst krumm sein. Räumlich schief stehende Räder wurden dabei vernachlässigt. Alles andere muss man genau prüfen, beispielsweise ein Schlag in der Felge hat auch Einfluss auf die Messung. Ich habe mal Rahmen und Schwinge von meiner Supermoto durch 3D-Scannen vermessen und dabei ist herausgekommen, dass die Schwinge räumlich verzogen ist. Wenn bei deiner RD Rahmen, Schwinge, Gabel und Gabelbrücke leicht krumm sind, dann kann sich auch ein kleiner fehler schnell auf ein paar mm Abweichung summieren.
Wenn du dir wirklich antun möchtest, den Versatz auf 0 zu bekommen, dann kann ich die Einzelteile deiner RD vermessen. Rahmen, Räder, Schwinge, Gabel und Gabelbrücke scannen, im CAD aufbereiten und prüfen wo der Fehler her kommt. Falls es ein Kettenrad mit Versatz braucht, kann man sich sowas bestimmt mit einem adapter anpassen oder ein Kettenrad aus dem vollen fräsen bzw. fräsen lassen.
Für das Gewissen ist es vielleicht gut aber praktisch wirst du nichts davon haben