Hallo zusammen,
ich bin mittlerweile seit sechs Jahren stolzer Besitzer einer Aprilia RS 125 GS. Über die Jahre habe ich das Motorrad mehrmals teilweise bis vollständig zerlegt und wieder aufgebaut. Das einzige woran ich mich bisher nie herangetraut habe, ist der Motor. Diesen habe ich immer zu einer Werkstatt gebracht, die sich zumindest mit Simson-Motoren gut auskennen.
Zuletzt wurde dort die Kurbelwelle überholt, der Zylinder neu beschichtet und ein neuer Kolben verbaut, nach einem ziemlich heftigen Klemmer. Ursache war ein zu mageres Gemisch, was extreme Detonationsspuren am Kolben verursacht hat. Der Grund dafür war letztlich eine komplett verstopfte Leerlaufdüse. ![]()
Nun möchte ich mein Defizit im Bereich Zweitaktmotoren ausgleichen. Nach vier Jahren Technikerausbildung in Teilzeit (Fachrichtung Elektrotechnik) habe ich aktuell so viel Freizeit, dass ich gar nicht weiß wohin damit
. Daher kam mir die Idee, mir einen einzelnen „Schrott“-Rotax-123-Motor zu besorgen und diesen als Lernprojekt komplett neu aufzubauen.
Auch wenn ich einige gute Voraussetzungen mitbringe wie Zeit, Budget und jede menge Bier, fehlt mir leider das spezifische Fachwissen. Aktuell kann ich mich lediglich an mein Werkstatthandbuch zum Rotax 123 klammern, sowie auf meine Erfahrungen als Mechatroniker, die ich im Laufe meiner beruflichen Tätigkeit an verschiedenen Industrieanlagen gesammelt habe.
Besonders interessieren mich Themen wie Zylindergeometrie und das Erstellen von Portmaps, vielleicht kann man dann auch mal selber den Dremel im Zylinder ansetzen
. Allerdings weiß ich nicht so recht, wo ich hier am besten anfangen soll. Idealerweise suche ich jemanden, der mir praktische Tipps und Kniffe vermitteln kann. Leider kenne ich im Raum Sachsen niemanden, der sich wirklich gut mit Rotax-Motoren auskennt. Auch eine Schraubergemeinschaft, in der man sich austauschen und voneinander lernen kann, wäre für mich sehr interessant.
Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich dieses Projekt am besten angehen könnte?
Grüße, Luk ![]()