Beiträge von el bodo es loco

    Vor dem Umbau auf VESC Regler mit Rekuperation ein kurzfristiger Prüfstandslauf beim Wirbelstrom gebremsten Dyno um die Ecke.


    Grün = mit Boost (120Ampere 43 Volt = 5,16 KW * 80% Wirkungsgrad = 5,6 PS Extra an der Kurbelwelle)

    Orange = ohne Boost und mit geschlepptem Elektromotor




    Genauer aufgeschlüsselt mit der echten Radleistung (Schleppleistung wurde definitiv wurde mit gezogener Kupplung gemessen, der Hybrid Kram scheint den Dyno etwas zu irritieren) :



    Zur Erläuterung der Zahlen, das Ganze jetzt mal anhand der Radleistung auf Amerschläger P4 Erfahrungswerte umgerechnet:


    Ein gleichwertiges Moped (mein anderes Moped zu Hause) mit Standard X-Ring Kette und gemessenen 34,9 PS an der Kupplung leistet 31 PS am Rad und 35,9 an der Kurbelwelle.

    Der Faktor Kurbelwelle zu Rad beträgt also 0,8635 (ein Rennmoped mit ringloser 420er Kette und schmalen Rädern hätte hier noch weniger Verlust und entsprechend einen höheren Faktor)


    Mit 36 PS am Rad im "Boost Mode" sind wir bei angenommenen 41,69 PS an der Kurbelwelle, davon stammen 5,6 PS, sagen wir 6 vom Elektromotor.

    Also liegt der Anteil vom Zylinder bei 35,69 PS von denen noch ca. 31 PS am Rad ankommen.


    Gemessen mit dem Elektromotor Schlepp ohne Unterstützung sind es nur 27 PS also fehlen 4 Rad PS bzw. 4,4 Kurbelwellen PS, die offensichtlich beim schleppen des E-Motors verloren gehen.





    Das Messergebnis bestätigt mein subjektives Gefühl, das der Verbrenner Motor seit der Installation des Elektromotors spürbar an Kraft verloren hat, aber bei einsetzender Unterstützung besser zieht als je zuvor.


    Die Hausaufgaben sind also klar:

    Beim neuen Regler muss der E-Motor außerhalb der Rekuperation immer ein kleines bisschen mitlaufen, um den Verbrenner nicht aus zu bremsen. Dies mindert natürlich den spürbaren Kick, aber ich booste ja nur mit 120 von 300 möglichen Ampere und werde die Unterstützung dann auf 200A erhöhen, das ergibt zusätzliche 3,7 PS im Boost Mode von denen 3,2 am Rad ankommen


    Also in der neuen geplanten Konfiguration werden 31 Rad PS im normal Modus und 39 im Boost Mode angestrebt.


    Edit 25.09.2026: ich glaube ich hab´s


    * Loss Power ist der Verlust von der Kurbelwelle bis zur Kupplung

    * Leistung an der Kupplung errechnet sich dann aus Engine Power - Loss Power

    * Schleppleistung = Leistung an der Kupplung - Radleistung


    So ergibt das alles einen Sinn. Der Dyno hat also beim Einmessvorgang zu den natürlichen 1PS Verlust Kurbelwelle-Kupplung eine zusätzliche Verlustleistung von ca. 5 PS am Elektromotor gemessen und alles zusammen zur Motorleistung dazu addiert. der Wert der Motorleistung ist so natürlich unbrauchbar aber sowieso nicht relevant.

    Ausgenommen der Wert: 36,3 PS Motorleistung ohne Boost, das ist die tatsächliche Leistung der Zylinder/Kolben Baugruppe an der Kurbelwelle und sagt mir, das mal wieder ein neuer Kolben fällig ist).


    Die Rechnung geht wieder auf:


    Ohne Boost: 27 Rad PS, ca. 30 Kupplungs PS und ca. 31,x Motor PS

    Mit Boost: 36 Rad PS, ca. 40 Kupplungs PS und 41,x Motor PS


    Reine Motorleistung ohne E-Motor vermutlich: 31.8 Rad PS, ca. 35,3 Kupplungs- PS und 36,3 Motor PS :confounded_face:

    Plug and Play wirst du vermutlich nicht´s finden.


    Es geht, eine Fremdzündung zu adaptieren, erfordert aber Handwerkliches Geschick und eine bestens ausgerüstete Metallbauwerkstatt.

    ZxMadx (https://www.klassik-bike-parts.de) hat mal eine Daytona PitBike Zündung meines wissen mit einer Ignitech CDI an die Mito adaptiert.


    Miss den Konus deines Kurbelwellenstumpfes aus, und stelle unverbindlich eine Anfrage an Heiko Reinhold, ob das Schwungrad der Delta Zündung passen könnte.

    Theoretisch brauchst du nur Schwungrad und Grundplatte samt Stator. Der Original Lima Regler der Mito ist kompatibel und als CDI Braucht es höchst wahrscheinlich eine eigenständige.


    Grundplatte vom Stator musst du ggf. anpassen und als Zündschaltgerät zb. eine Ignitech verwenden, da RZT keine frei programmierbaren Steuergeräte anbietet und um den Stellmotor der Auslasssteuerung an zu Steuern.

    Die alte Auslasssteuerung im Moped wird nicht mit der neuen Bastelzündung zusammenarbeiten, da die originale Zündung als "Wasted Spark" 2 mal pro KW Umdrehung zündet.


    Auch solltest du Übung darin haben, eine Fremdzündung zu adaptieren: die richtige Sensor-Voreilung und die Auslöseflanke zu finden, sowie das ganze mit einer Gradscheibe und einem Stroboskop auf das grad genau zu verifizieren.

    Interessante Beobachtung, mein IAT Sensor sitzt in der Airbox hinter dem Schnorchel im Luftstrom und ich habe noch keinen Signifikanten Unterschied von Ansauglufttemperatur zu Umgebungstemperatur bemerkt. Da muss ich mal das Datendisplay anklemmen und noch mal genauer beobachten.



    Edit: hier vom letzten Jahr.

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    Außentemperatur ca. 3°C Ansauglufttemperatur 4°C.


    Werde es nochmal abgleichen aber ich meinte im Sommer da auch nichts bemerkt zu haben.


    Nochmal Edit:


    Hab gerade Bilder von meiner MP mit meiner RM Verglichen wo bei der MP alles offen ist, ist bei der RM alles zu, das kann gut möglich sein, das die RM da mit wärmerer Luft klar kommen muss. Das erklärt auch ein Stück weit die gefühlt deutlich bessere Aerodynamik der RM gegenüber der MP :face_with_tears_of_joy:

    Richtig gut! Respekt vor der Arbeit, da vergeht ja auch einiges an Zeit ins Land.

    Darf ich Fragen, wie Du dir die Drifts erklärst ? Trigger als Referenzgeber wird wahrscheinlich der Zündimpulsgeber sein. Liegt der Drift (und dann nur sporadisch) wirklich am Microcontroller? Wie kann der von Zeit zu Zeit sich so verrechnen?

    0,72 ° sollten wahrhaftig nicht spürbarsein, immerhin ein schon positiv Ergebnis :)


    Ich vermute es liegt daran das Arduino statt Visual Studio mit PlatformIO zum Einsatz kommt.

    Aber es ist halt eine gewohnte Umgebung mit gewohnten Befehlen.


    Die interrupt Geschichte ist beim sonnst recht flotten ESP32 so eine Zeitaufwändige Sache, da werden alle Pins angefragt und da gehen schon mal 5µs und mehr Zeit ins Land bis ein Interrupt erkannt und die Interrupt Service routine gestartet wurde.



    Wenn´s immer die gleiche zeit wäre, wär´s ja kein Problem aber es schwankt halt ein wenig.

    Man könnte mit anderer Herangehensweise quasi ein Code voll auf Hardwareebene ohne Bibliotheken und ohne den Arduino Standard Befehlen eventuell noch ein bisschen was raus holen und ggf. aus 5µs drücken.


    Ich habe mir mal die Arbeit gemacht und diverse Zündschaltgeräte verglichen:


    Zündschaltgerät / Zündimpuls Fluktuation

    Speeduino Mega2560: 100µs (7,2° @ 12.000 rpm)

    Loco Electro ESP32: 10µs (0,72° @ 12.000 rpm)

    Loco Electro Arduino328P 5µs (0,36° @12.000 rpm)

    Möhrle CDI Shop: 5µs (0,36° @12.000 rpm)

    STM32 CDI: 2µs (0,15° @12.000 rpm)

    NipponDenso QCA91 (8Bit) 2µs (0,15° @12.000 rpm)

    Hier der Schaltplan:







    nicht im Schaltplan aufgeführt sind folgende "Entstörmaßnahmen" direkt am ESP32

    Das Ding reagiert sehr sensibel auf den DC DC Wandler.

    Ohne die Kondensatoren gab es Probleme beim ansteuern mit dem Signalgenerator.

    Am Pickup gab es auch ohne die Kondensatoren keine Probleme


    Pin 15 und Pin 27 benötigen einen 100nf Kondensator zum Metallgehäuse


    an ViN zu GND einen 22µF Kondensator (das GND Beinchen muss nicht zwingend zum Metallgehäuse)




    hab auch eine Platine erstellt:



    und eine unvollständige Teileliste (es fehlt der 0,05 Ohm widerstand, ein Kühlkörper für den 100V Transistor und der Asia EE13 Transformator aus dem vorherigen Beitrag und der Sumitomo 6 Pin Stecker).