Was passiert, wenn der Spannungsregler eingeht?

  • Hallo,


    Ich frage mich, was passiert wenn der Spannungsregler eingeht? Hatte vor Jahren mal das Problem an einer Vespa, es sind sofort alle Glühfäden in den Birnen verpufft. Also ist die Spannung extrem gestiegen, und somit die gezogenen Ampere.


    Aber was passiert an einem Fahrzeug mit Batterie? Diese müsste ja verhindern, dass die Spannung blitzartig ansteigt, bis sie überkocht/explodiert!?


    Hatte schonmal jemand das Problem, und kann mir gar sagen, wie hoch die Spannung angestiegen ist?


    Lg

  • Die Moped Lima ist eine Konstantstromquelle, das heißt Über den Induktiven Blindwiderstand der Wicklungen und der Magnetisierung des Polrades wird der Maximale Strom der Lima bei der Konstruktion eingestellt/festgelegt .


    Reglerlose Lima:

    Bei ungeregelten Wechselstrom Lima´s oder Schwunglichtanlagen, wird der Konstantstrom so ausgelegt das Fahrlicht (zb. 18W/6V/3A)und Rücklicht (zb. 3W/6V/0,5A) Parallel geschaltet genau den Festgelegten Maximal Strom ziehen (zb.3,5 A) sind beide Birnen in ordnung, fließen die 3,5A und der Spannungsabfall entspricht der Bordspannung von zb. 6V.

    Brennt jetzt die Fahrlichtbirne durch, steigt jetzt der Lastwiderstand, bzw. der Laststrom sinkt (da nur noch die Rücklichtbirne den Stromkreis belastet) und dadurch steigt die Spannung so lange, bis der maximale Konstantstrom von 3,5A wieder durch die Rücklichtbirne fließt, entsprechend steigt die Spannung an der Rücklichtbirne enorm an (über 18V) , was die Rücklichtbirne dann kurze zeit später auch durchbrennen lässt. Verbaut man hier ein Zubehör Schwungrad mit Stärkeren Magneten, so steigt der Konstantstrom (zb. 4,5A) und entsprechend wechselt man dann wöchentlich die Glühbirnen


    Geregelte Lima:

    im Gleichrichter/Regler sind Thyristoren die oberhalb 13,8 - 14,5V Ladespannung zünden und die Halbwelle der Phase einfach oberhalb der 14,5V Kurzschließen.

    Es fließt nie mehr als der in der Konstruktion eingestellte Konstantstrom (zb. 15A) die Reglerverluste liegen dann im bereich von ca. 20-30 Watt


    Spannung:


    bei der RS 125 zb. liegt die ungeregelte Leerlaufspannung bei ca. 50V eff. bei 5.000 rpm und maximal so ca. 120 Volt eff.

    Versagt der Regler Steigt die Spannung Lastabhängig auf die bis zu 50V (Licht aus, Batterie sehr alt) .

    So wahnsinnig viel Strom kann eine Nassbatterie nicht aufnehmen, von dem Her steigt die Spannung schon heftig an,

    Nur was knattert und stinkt, mir Freude bringt :biggrin:

    Edited once, last by el bodo es loco ().

  • Danke für die Info!


    Wie verhält sich die Batterie in den ersten Sekunden/Minuten, konntest das auch schon beobachten/messen? Kann eine Bleibatterie eigentlich explodieren, oder nur Gel? Hatte das vor 20 Jahren schonmal gelernt, aber dann nie mehr daran gedacht, und hab die Unterlagen nicht mehr.


    Lg

  • Wikipedia schreibt:


    Quote

    Blei-Akkumulatoren (PbSO4 - PbO2) haben eine elektrochemisch vorgegebene Gasungsspannung von 2,39 V[3]. Liegt die Ladespannung bei über 2,4 V (PbSb)[4] pro Zelle (beim 12-Volt-Akkumulator ergeben sich zusammengenommen 14,4 V), beginnt die Gitterkorrosion, die sich durch die hörbare Bildung von Gasblasen im Akku bemerkbar macht.


    Bei Überladung einer Zelle auf mehr als 2,6 Volt kommt es zu verstärkter elektrochemischer Zersetzung (Elektrolyse) des Elektrolyts, das nach außen durch „Gasung“ erkennbar wird. Dabei entstehen als Gase sowohl Sauerstoff als auch Wasserstoff, die zusammen das hochexplosive Knallgas bilden. In der Nähe von Akkumulatoren sind daher Funken, offenes Licht und heiße oder glühende Gegenstände zu vermeiden, sofern nicht eine gute Ventilation sichergestellt ist.


    Ein defekter Shunt-Regler (Überschüssiger Strom -> Abwärme) kann auch eine Batterie defektieren weil die Ladespannung zu hoch wird.

    Spaßig wird das aber meistens nur bei LiFePo4 Akkus, die quittieren das meistens mit thermischer Zersetzung. Der Zweitakthorst müsste noch das eine oder andere Bild dazu bei steuern können

  • Bilder wären cool :)


    Mir hat mal eine Zusatzbatterie im Auto zu kochen angefangen, die Batterie war außen voll mit Säure. Beim Lösen der Gummibefestigung hats mir einen Tropfen ins Auge geschleudert. Das hat übelst weh getan, zum Glück war ein Wasserhahn in der Nähe .


    LiFePo4 sollen ja angeblich nicht brennen, zumindest A123 LiFePos wenn ich mich recht erinnere, und LiIos sollen auch einigermaßen sicher sein oder? Kommt wahrscheinlich auf den Hersteller/Chemie an. Einen alten LiPo hab ich schonmal überladen/kurzgeschlossen, ist interessant wie arg die blähen/brennen.

  • Zur explosion hab ich bis jetzt nur LiIon (LiPo und LiMn Zellen) und NiMH Batterien gebracht.

    Eine Bleigel hab ich durch kurzschluss beim entladen mal zum aufplatzen gebracht aber eine richtige Explosion klappt nur wenn das Knallgas gezündet wird.


    So eine standart 12V 9Ah Batterie kann zwar einen hohen Strom liefern aber nur einen geringen Strom aufnehmen. Mehr als sehr kurzzeitige 5 A Ladestrom wird man nicht hin bekommen. Im PKW Bereich habe ich bis jetzt immer Ladespannungen um die 18V bei defektem Regler erlebt, trotz fitter Batterie.


    Also wenn der Limaregler Stirbt, können zwangsweise Komponenten mit kaputt gehen, Bei der NSR 250 soll das wohl ab und zu passieren, wobei dann sogar die gute PGM Zündung mit drauf geht.


    Das jetzt gleichzeitig alle 3 Thyristoren im Regler abrauchen ist weniger wahrscheinlich, von dem her müsste sich der Reglerdefekt in den meisten Fällen mit einer erhöhten Bordspannung ankündigen bevor die Bordspannung radikal und ungefiltert ansteigt.


    Mit einer Kräftigen Batterie wirst du den Effekt nur rauszögern. Eine A123 LiFe Batterie ist gut geeignet hohe Ströme auf zu nehmen. 4C Dauerladestrom und in meinem Hybridkopter muss sie auch mal kurz 10C (25A) Ladestrom schlucken, das verkraftet sie Problemlos.


    Doch so bald die Zelle Voll ist setigt der Innenwiderstand für Ladeströme extrem an und ohne großen Stromaufwand kannst du an eine Volle Zelle 5 Volt un mehr ( pro Zelle) anlegen.

    Einigen haben die A123 Zellen gequält und bis 7 Volt dauerhaft überladen, sie ist nicht Explodiert.


    Da die LiFe Po4 Zellen mit höheren Ladeschlussspannungen deutlich besser zurrecht kommen als LiIon, kann man sie eigentlich problemlos ohne Zusatzelektronik am Moped mit Laderegler benutzen, mann kann ein Balancermodul mit verbauen, kann das Balancieren aber auch mit einem Balancerstecker und einem Ladegerät mit Balancerfunktion in der Winterpause machen.


    Wobei man aber aufpassen muss, wenn LiFe Batterien verbaut werden, sind Laderegler mit Sensorleitungen:


    Der Spannungsregler der RS hat eine Sensorleitung die misst die Spannung am Ende des Kabelbaumes an den Verbrauchern und gleicht verluste an Steckern und Kabel durch erhöhen der Ladespannung aus, so das trotz allen angeschaltenen Verbrauchern immer ca. 14,5 Volt zum laden der Batterie anliegen.


    Die RS zum beispiel hat da eine elektrische Konstruktionsschwäche. Die Batterie hängt direkt am Regler der Sensor hängt direkt hinter dem Zündschloss, wenn jetzt das Zündschloss altersbedingt schon 0,2 Ohm übergangswiderstand hat, gibt es bei 10 Ampere (Licht, und offene Auslasssteuerung) schon 2 Volt Spannungsabfall am Zündschloss die durch den Regler ausgeglichen werden. So liegt die Spannung hinter dem Zündschloss bei 14,5 V (an dem Punkt misst auch das Kombiinstrument der RS) aber an der Batterie liegt dann aber die Volle korrigierte Ausgangsspannung des Reglers von über 15 Volt an.

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    Edited once, last by el bodo es loco ().

  • ...aber an der Batterie liegt dann aber die Volle korrigierte Ausgangsspannung des Reglers von über 15 Volt an.

    Und das ist dann ganz genau der Zeitpunkt, an dem die schöne neue Li-Ion Batterie "Ciao!" sagt.

    Federbeine, Federn usw. für RGV - RS 125/250 - TDR / TZR - RD - RG500 uvm. :backhand_index_pointing_right_medium_dark_skin_tone: wa@bts24.de

  • Also ihr redet da aber immer beim Bike als Einsatzort, oder? Am Ladegerät müsste es unmöglich sein einen LiIon/LiFePo zum explodieren zu bringen, es sei denn man verschließt die Ausgasventile. Habe mich damals als die gelben A123 rausgekommen sind damit beschäftigt, 10C Ladestrom haben die Problemlos weggesteckt, sehr geil.


    Mir gehts nicht drum eine Leichtbaubatterie zu machen (später vielleicht mal) sondern eher darum eine Schutzschaltung in eigene Elektronik zu integrieren, damit bei Ausfall des Reglers nix passieren kann. Sicherung - Shunt - Supressordiode müsste eigentlich reichen, aber mit einer selbstrückstellenden Sicherung wirds komplizierter, da müsste ich wissen welche Spannungen maximal zu erwarten sind, damit ich den Shunt-Widerstand richtig berechnen kann, sonst zerlegts die Sicherung :face_with_head_bandage:

  • Alte (bzw. nicht explizit für Li-Ion ausgelegte) Ladegeräte versuchen wohl gerne

    tiefentladene Batterien mit hohen Ladespannungen wieder zum Leben zu erwecken.

    Das mögen Li-Ion nicht.

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  • Gestern Abend auf der Suche nach ner passenden Batterie gefunden. Sogar mit internem Balancer, auch wenns anscheinend ohne geht.


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