• Viktor war zum Thema auch schon sehr aktiv und hat einiges zusammengeschrieben und getestet.


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    VG

    "Heute ist die gute alte Zeit von morgen", Karl Valentin

  • Angeblich wird dafür vom Birnen-Hersteller jeder Scheinwerfer mit jedem Fahrzeug separat geprüft.


    Ist soweit richtig.


    Nicht nur angeblich, es muss separat geprüft werden.



    Wer etwas Hintergrundinformationen möchte:


    Wir haben in einem anderen Forum eine solche Prüfung und Zulassung für unsere Fahrzeuge durchführen lassen, mit direktem Kontakt zum zuständigen Osram-Mitarbeiter und dem kooperierenden TÜV-Ingenieur vom TÜV Süd.


    Eine Prüfung für einen Scheinwerfer bis zur Zulassung kostet ca. 4000 €. Osram übernimmt jedoch die Kosten, sie sind selbst daran interessiert, viele Modelle aufnehmen zu können. Dazu wird ein neuer (ein Paar bei Autos) Scheinwerfer benötigt, was bei unseren alten Kisten schonmal ein Problem darstellt, Zubehör bzw. Nachbauten gibt es auch keine (man sollte mal bei einschlägigen China-Seiten nach einer Herstellung fragen, wobei gerade die MP0/MPA Scheinis noch aus Glas sind und heutzutage nur noch Kunststoff hergestellt wird, zudem müsste man dann bei einer Zulassung mit einem Nachbauprodukt auf dieses umrüsten).


    Es sollte jedoch auch ein neuwertiger Scheinwerfer gehen, also erstmal ab zur Scheinwerferklinik, bemerkt dann wohl sowieso keiner. Osram besorgt die Scheinwerfer in der Regel selbst bzw. Kauft diese für die Prüfung ein. Wenn man ihnen diese jedoch zuschickt, geht das ganze schneller.


    Dauer der Prüfung ca. vier bis zehn Monate, bis es offiziell fahrbar ist. Unsere erste Prüfung war in 4 Monaten durch.


    Zuerst wird der Scheinwerfer im Labor bei Osram getestet, wenn dort alles bestanden wird, wird ein gemeinsamer (Osram, TÜV, evtl. Kundenfahrzeug) TÜV-Termin fällig. Heißt, bei Bestehen müsste jemand von uns und seinem umgerüsteten Fahrzeug („neuer“ Scheini mit LED bzw. der bei Osram getestete Scheini) bei München vorbeischauen. Wird auch dort alles bestanden, werden die Papiere für das KBA vorbereitet, die es dann noch freigeben müssen. Zwischendurch und zuvor muss Osram noch Papiere für den TÜV bereitstellen, deswegen die gesamte Dauer.


    Unsere Prüfung war für H1 und H7, durch den direkten Kontakt und entsprechendem Interesse, sowie die Bereitstellung eines Fahrzeugs, ging das Ganze schneller. Es hat sich allerdings auch mittlerweile herumgesprochen, dass man sozusagen die Prüfung bei Osram beantragen kann, daher ist eine Aussicht auf Erfolg bezüglich einer Prüfung sehr schwer, da es zu viele Anfragen sind.


    Warum muss jeder Scheinwerfer einzeln geprüft werden? Weil nicht jeder Scheinwerfer gleich ist, auch wenn er die gleichen Typen an Glühlampen trägt. Hier kommen viele Faktoren zusammen, z. B. die unterschiedliche Streuung und Bündelung des Lichts, die Farbtemperatur, der Abstrahlwinkel usw.. Zudem darf auch die gesamte Lichtausbeute, gerade bei Fernlicht nicht 100 Prozent überschreiten (was 430.000 cd entspricht), d. h. es muss eine bestimmte Helligkeit in Verbindung mit anderen, gleichzeitig leuchtenden Lampen eingehalten werden und noch viele andere Dinge. Das meiste lässt sich unter der ECE R48 oder der ECE R8, wie auch von Viktor erwähnt, finden.


    Die LEDs werden aber stetig weiterentwickelt und eine allgemeine Zulassung wird angestrebt. Problematisch sind auch andere Länder, die diese erst gar nicht zulassen wollen, aber mit der Zeit wird sich das sowieso durchsetzen oder zunächst mehr und mehr Fahrzeuge werden aufgenommen. Die H11 war jetzt der erste Schritt, wobei die etwas einfacher war, da diese in der Regel nur für Abblendlicht und Nebelscheinwerfer genutzt wird.

    Meiner Meinung nach lohnt sich der Aufwand bzw. eine Anfrage nicht, auch wenn genügend Interesse bestünde. Und wer einen Scheinwerfer bereitstellt, muss für die gesamte Dauer auf diesen verzichten und später noch zum Osram-/TÜV-Termin mit seinem Fahrzeug. Ein Bestehen der Prüfung ist nicht garantiert, es sind schon einige Scheinwerfer durchgefallen oder es dürfen nur einzelne Lampen auf LED umgerüstet werden. Bei der Dauer der Prüfung, kann man auch warten bis es vllt. allgemein gültig ist, nach ECE 37. Wir haben ja nur noch ein Nischenprodukt, was sich auch noch je nach Baureihe unterscheidet.