TZR250SP 3XV Kurbelwelle richten

  • Moin zusammen,


    Ich habe vor etlichen Jahren eine TZR250SP 3XV Kurbelwelle überholen lassen und nie verbaut.
    Jetzt wollte ich das Teil einbauen und musste feststellen, dass die Welle nicht schön gemacht wurde :(.
    Rundlauf ist grenzwertig, (0,05-0,07) und das Wangenmaß linke Seite, hat +0,2mm.


    Wer kann mir eine brauchbare Person/Werkstatt empfehlen, die das richten kann?


    Gruß Egi

  • Wenn du die Welle schon selber vermessen kannst (Prismen und Uhr vorhanden?), ist es eigentlich kein großes Ding den Rundlauf selber zu richten. Mit gekonnten Schlägen in radialer Richtung auf die entsprechende Kurbelwange, am besten mit einem weichen Kupferstück oder Hammer ca. 1000-2000 Gramm, den Press-Sitz > Bolzen/Wange "verdrehen".

    In Kurven kann jeder schnell fahren, aber auf der Geraden... ja, da brauchst du Leistung!

  • Mir hat jemand mal ne TZR Welle gerichtet und dabei ist nen Stück von der Hubwange abgeplatzt.....


  • Quote

    Original von zwei_im_takt
    Wenn du die Welle schon selber vermessen kannst (Prismen und Uhr vorhanden?), ist es eigentlich kein großes Ding den Rundlauf selber zu richten. Mit gekonnten Schlägen in radialer Richtung auf die entsprechende Kurbelwange, am besten mit einem weichen Kupferstück oder Hammer ca. 1000-2000 Gramm, den Press-Sitz > Bolzen/Wange "verdrehen".


    Daran habe ich auch schon gedacht.
    Vorweg müsste ich die linke Wange 0.2mm weiter aufpressen.

  • Quote

    Original von EGI#56


    Daran habe ich auch schon gedacht.
    Vorweg müsste ich die linke Wange 0.2mm weiter aufpressen.



    Auch das lässt sich gut in einem stabilen Schraubstock bewerkstelligen. Man muss nur drauf achten bzw. gegenwirken, dass die Welle nicht zu eng gedrückt wird. Deshalb mit passenden Distanzen und Zulagen arbeiten (passende Unterlegscheibe im Zapfenbereich, passende Distanz zwischen Hubscheiben etc.) Hubscheiben der Kurbelwelle im Zapfenbereich kräftig einspannen und damit es rutscht, mit einem Hammer auf die Schraubstockbacken schlagen. So sollte es gut funktionieren.

    In Kurven kann jeder schnell fahren, aber auf der Geraden... ja, da brauchst du Leistung!

  • Den oben abgebildeten Schaden bekommt man mit einem normalen Eisenklotz oder Hammer hin. Deshalb auch die Kupfer-Empfehlung (Goldbarren geht notfalls auch).

    In Kurven kann jeder schnell fahren, aber auf der Geraden... ja, da brauchst du Leistung!

  • Quote

    Original von zwei_im_takt
    Auch das lässt sich gut in einem stabilen Schraubstock bewerkstelligen. Man muss nur drauf achten bzw. gegenwirken, dass die Welle nicht zu eng gedrückt wird. Deshalb mit passenden Distanzen und Zulagen arbeiten (passende Unterlegscheibe im Zapfenbereich, passende Distanz zwischen Hubscheiben etc.) Hubscheiben der Kurbelwelle im Zapfenbereich kräftig einspannen und damit es rutscht, mit einem Hammer auf die Schraubstockbacken schlagen. So sollte es gut funktionieren.



    Vielen Dank für die Info!!! :daumenhoch


    Ich habe zu Hause einen stabilen Schraubstock,
    aber ich werde das auf der Arbeit in Angriff nehmen,
    da habe ich bessere Möglichkeiten.
    Heute habe ich die Welle auf‘m Spitzenbock gehabt und noch mal alles geprüft.
    Rundlauf wie im ersten Post erwähnt, aber die Kurbelwangen laufen leider auch nicht parallel zueinander. :wut:
    Ich weiß auch nicht, was der Instandsetzer damals getrieben hat. :nixweiss:
    Fragen kann ich ihn auch nicht mehr, da er damals schon angehender Rentner war.
    Ich werde mir mal ne Passende Strategie einfallen lassen :aha:
    Kann aber ne Weile dauern, da ich im Augenblick viel um die Ohren habe.


    Ich werde berichten

    Edited once, last by EGI#56 ().