Nager,
im Zeitalter der Teiletauschergeneration mit immer verfügbaren Ersatzteilen ist sowas Murks!
Interessant wäre aber mal die Geschichte, wie es zu so einer (Not?)-Reparatur gekommen ist!
War derjenige auf einer Rennstrecke und wollte unbedingt fahren und es war keine neue Welle oder nicht die Zeit zum Wechsel, aber ein Schweißgerät vorhanden, dann ist sowas verständlich!
Auch ein Wochenende mit Kumpels wäre für mich ein Anlaß, sowas ruck-zuck zu machen.
Ich bin in den 50ern zum WM-Lauf auf dem Nürburgring Nordschleife gewesen und dort konnte man am Abend auf die Strecke.
Da habe ich der Max aber ordentlich Saures gegeben, auch in Karussel und Schwalbenschwanz.
Dort vermutlich haben sich durch die Fliehkräfte die Reifen überlastet, jedenfalls ist auf der Rückfahrt nach Hamburg auf der BAB plötzlich ein rhythmisches Geräusch vom Vorderreifen gekommen.
Auf dem nächsten Parkplatz angekommen, stellt sich dies als 8 - 10 cm länglicher Gewebebruch in der Reifenflanke dar. Die Beule schliff bei jeder Raddrehung an der Gabel!
Was tun, sprach Zeus?
Da habe ich ganz einfach die Luft aus dem Reifen gelassen, meine Rolle Bindedraht ausgepackt und rund um den Reifen, natürlich in den Querrillen des Metzeler Block C, damit eine Bandage gewickelt.
Luft wieder aufgepumpt und so die ca. 300 restlichen Heimweg-Kilometer mit 80 auf der Uhr zurückgelegt.
Wo hätte ich die ca. 45 DM für einen neuen Reifen hernehmen sollen und wo hätte ich am Sonntag Abend einen Reifen herbekommen?
Damals hatte man nur das Geld, was am Freitag in der Lohntüte war, Banken oder Sparkassen mit Scheckkarte usw. hatte man nicht!
Racepa