Beiträge von RSler

    @ RS-fahrer: Ja, beide getesteten Vergaser wurden ultraschall-gereinigt und die verbaute 62er Leerlaufdüse ist brandneu und sieht gut aus. Die 70er Choke-Düse (inkl. Rohr) habe ich 2x hier zu liegen und beide waren geprüft und gereinigt.
    Das Mischrohr der Leerlaufdüse war beim originalen 97er Vergaser frei während beim aktuell verbauten 05er Gaser noch eine Zwischendüse eingesetzt zu sein schien. Einen Unterschied hat es aber nicht gemacht. Bei warmen Motor ist/war der Leerlauf auch einwandfrei, nur am Kaltstart hapert es halt noch immer. Ich besorge nochmal Starterspray und schau damit nach Falschluft....


    malermotorrad: Um 1996/1997 herum wusste Aprilia scheinbar selbst nicht genau, welche Motoren in den Mopeds stecken. Daher wohl die Angabe mit 1000ml für die offene (123er) und 600ml für 11KW mit 122er. Meine Kupplung lief die gefahrenen 100km gut, kein Rutschen. Nur eben von jetzt auf gleich keine ordentliche Trennung mehr. Konnte Stellschraube, Ausrücker und Druckplatte noch nicht testen, werde aber berichten....

    Ich fahre noch mit Getrenntmischung, also mit Ölpumpe, die ich minimial über Kerbe eingestellt habe (etwas fetter). Die generelle Funktion der Ölpumpe habe ich getestet, allerdings nicht die tatsächliche Fördermenge ermittelt. Für meine Probleme beim Kaltstart sollte das Benzin/Öl Gemisch vermutlich eher nicht verantwortlich sein.


    Ich habe aber gemerkt, dass der Kaltstart bei halboffenem Choke schneller gelingt. Der kleine "Choke-Schieber" sollte dann die untere Öffnung der Benzin-Düse bereits freigegeben haben, während der Luft-Bypass noch (teils) geschlossen ist. Der Motor hätte also lieber ein fetteres Gemisch, als er es tatsächlich bekommt. Größere Choke-Düse...?.. aber warum??


    MfG


    P.S. Gestern noch festgestellt, dass von einem Tag auf den Anderen die Kupplung nicht mehr richtig trennt. Der Bowdenzug isses nicht, trotz Nachstellen keine Veränderung. Öl sind 600ml synth. 10W40 ... das lief früher schon immer ewig so, auch wenn Aprilia 75W90 empfielt... oder war das damals das billigere mineralische 10W40?
    Aprilia sagt zudem, dass 600ml für die 11KW Version gilt, während die offene RS gleich 1000ml bekommen soll? Habe diverse 122er hier liegen und auf allen Kupplungsdeckeln ist "600 cc" eingegossen. Bekommt der 122er mit 22KW echt nen Liter Getriebeöl?
    Stelle demnächst mal die Schraube an der Kupplungsdruckplatte nach und berichte dann, vielleicht war die ja auch einfach nur locker!

    Das Problem mit dem Blinker ließ sich lösen: Anstelle des 3-poligen, lastunabhängigen Universal-Blinkrelais (mit extra-masse) habe ich wieder ein originales lastabhängiges Relais mit 2 Polen verbaut. Nun blinkt das Mopped jederzeit wir gewünscht.
    Ich vermute, dass die verschmorte Sicherung einen anderen Grund hatte, bis jetzt hält aber alles ... Daumen drücken.

    @fumi: So ganz werde ich auf nen potenten 4-takter wohl nicht verzichten wollen ... die sind einfach zuverlässig, unkompliziert und ziehen einem zudem fast den Helm vom Kopp :shock: Spreewaldring fahre ich bislang nur mit Autos ... keine Lust auf das obligatorische 2-Rad-Training ... und nen Racer bin ja (eigentlich) auch net!


    Wegen meiner MP: Die CDI war schon "gemacht" ... daher habe ich testweise nen anderen Vergaser wiedermals komplett neu bedüst und getestet. Damit läuft sie warm echt wie Zucker, zieht total sauber durch bis über 11.500 U/M, bei gutem Kerzenbild. Die Probleme beim Kaltstart haben sich allerdings nur wenig verändert: mit Choke allein geht sie nicht an (Bowdenzug, Choke-schieber und Bypass-Kanal hab ich geprüft). Man muss zum Kaltstart den Gasschieber und Choke-Schieber leicht variiren und 2 duzend mal probieren ... bis die Zicke endlich halbwegs warm läuft. Könnten daran die Membrane schuld sein... oder Falschluft (wobei ich den Ansaugstutzen sicherheitshalber umfangreich abgedichtet hab)?
    Das Vergaser-Setup dürfte nicht das Problem sein (HD 120, X2 auf 3ter Kerbe, Düsenstock 266BN, Lld 62, choke 70, Schwimmer 250 ... Schieber ist nen 45 er oder 50er, denk ich) ... da ist alles im Rahmen. Alles andere am Motor ist auch Serie, ich hab allerdings noch bescheidene Probleme mit der Elektrik.


    MfG und besten Dank, RSler

    Also, wenn ich den Solenoid abklemme, dann blinkt die Karre auch bei Standgas... alles Gut! Jetzt habe ich anstelle der 15A Sicherung ein Messgerät zwischengeschaltet um den Strom zu messen. Ohne Licht und ohne Solenoid laufen 0,3 A über die Sicherung. Wenn der Solenoid anzieht, sind es etwa 1,4 A und mit Abblendlicht und Bremslicht kommt man auf 8,5 A. Gibt man nun kurze Gasstöße, so dass der Solenoid fleißig arbeitet, so gibt es auch schonmal kurze Spitzen bis 11 A, aber nichts, was der Sicherung Probleme machen sollte :confused_face:


    Und noch ein Phänomen: Solange das Messgerät anstelle der Sicherung angeschlossen war, haben die Blinker bei Standgas geblinkt! Ich dachte schon an eine schlechte Verbindung im Stecker des Solenoiden und habe mich gefreut. Dann stecke ich die Sicherung wieder ein und die Blinker leuchten wieder, wenn der Solenoid anzieht und blinken, wenn der Schieber zu ist. Was ist denn das ?? :frowning_face:

    Hallo,


    ich bräuchte mal wieder Hilfe. Bei meiner MP waren hinten die serienmäßigen Blinker mit den normalen 10W Birnen verbaut und vorne waren Mini-Blinker mit 21W Birnen verbaut. Zusätzlich war im Heck ein anderes Blinkrelais verbaut, ein 2-poliger "Electronic LED Flasher" bis max. 30 W. In dieser Kombination lief das scheinbar alles!?


    Ich habe nun vorne ebenfalls die serien-Blinker mit 10W Birnen verbaut, jedoch haben alle Blinker damit nur noch geleuchtet, nicht mehr geblinkt. Daher habe ich im Heck anstelle des "LED Flashers" ein normales Blinkrelais mit 2-100W eingebaut. Nun trat ein merkwürdiger Fehler auf:


    Ohne laufenden Motor funktioniert alles einwandfrei aber wenn der Motor läuft, leuchten die Blinker bei Standgas nur noch :confused_face: Erhöht man die Drehzahl auf über 2.500 U/M, so beginnen die Blinker auch zu blinken ... unterhalb dieser Drehzahl leuchten sie wieder.Die Lichtmaschine macht bei Standdrehzahl nicht wirklich etwas, Batteriespannung bleibt bei ~13V. Mit leicht erhöhter Drehzahl lädt die Lichtmaschine dann auch (14-15V).


    Zu allem Übel ist mir bei der zweiten Fahrt der Saison nach ca. 20 min. die 15A Sicherung durchgebrannt. So, wie die Sicherung aussah glaube ich aber nicht an einen Kurzschluss, z.B. durch ein blankes Kabel. Die Sicherung ist richtig verformt und verschmort, so als hätte sie sich langsam erhitzt bis sie das zetliche gesegnet hat. Habe die Sicherung ausgetauscht und auf der nächsten Fahrt (30min.) hat sie gehalten.


    Außer den vorderen Blinkern und dem Relais im Heck habe ich an der Elektronik nichts geändert, mit Ausnahme der nachgerüsteten ALS! Dazu noch der Fehler mit den Blinkern, die bei laufendem Motor im Standgas nur leuchten ... da gibts doch bestimmt einen Zusammenhang mit der durchgebrannten Sicherung :frowning_face: Hat hier jemande eine Idee, wo ich ansetzen sollte? Alle elektrischen Verbraucher inkl. Lichthupe, Fernlicht, Hupe usw. habe ich ohne besondere Vorkommnisse getestet. Gibt es noch ein zweites Blinkrelais in der RS? Warum lief dieses LED-Relais mit max. 30W, wenn vorne 2x21W und hinten 2x10W = 62W an Blinkerbirnen verbaut waren? Hat vielleicht der nachgerüstete Solenoid der ALS ne Macke ... der zieht ja auch bei Standgas an und lässt bei leicht erhöhter Drehzahl wieder locker? Funktionieren tut die ALS definitiv und leichtgängig ist sie auch, nimmt aber vielleicht dennoch zu viel Strom? Ich klemme den Solenoid morgen mal ab und schaue, ob die Blinker dann auch bei Standgas blinken ... so recht glaube ich aber nicht daran.


    Besten Dank für eure Tips und Ratschläge, mfG

    Jolly, besten Dank für deine Schilderungen. Über deinen Erfahrungsschatz verfüge ich leider nicht, auch wenn ich einige deiner Änderungen zumindest theroetisch, deinen Enthusiasmus hingegen vollkommen nachvollziehen kann. Ich fahre auf 2 Rädern allerdings hauptsächlich nen 4-takter *wegduck*


    Ich mag die kleinen 2-Takter eher aus Nostalgie, bin heute erstmals meine 97'er RS 125 gefahren, die ich über den Winter von ner schrottigen 15PS-Version auf nen feines 30PS Spaßbike mit Standard-Zylinder und im Original-Design umgebaut habe. Mega-Lustig, großes Grinsen ... :biggrin: ...auch wenn der Saisonstart-Tunnelblick der 180 PS Ninja noch ein paar Tage warten muss.
    Die kleine MP macht mir allerdings noch n bisschen Sorgen, startet nur bei voll geöffnetem Schieber obwohl der Choke-Bypass und der Leerlauf-Kanal frei sind. Alle Düsen und der Düsenstock der Hauptdüse sind neu. Irgendwo klemmt es dennoch. Obwohl es ne werksseitige 15 PS Version ist, ist die "offene" CDI drin (QCA91) . Um 6.000 U/m hakelt sie demnach n bissle, da "lege ich nochmal Hand an". Aber wenn sie erstmal läuft und die 7800 U/m überwunden sind .... yippiehh :nuts:


    Den scharfen Zylinder aus diesen Thread bau ich aber wohl mal auf nen anderes Bike.


    MfG

    Zitat


    genau, und deshalb hat der te hier auch nach infos gefragt, um ein paar phrasige 2- oder einzeiler zu bekommen.
    dass er den zylinder irgendwas mal wird testen müssen, wäre ihm wohl nicht eingefallen.


    Ich bin ursprünglich davon ausgegangen, dass die Schäden am Kolben nicht durch einen Fremdkörper, sondern aufgrund der hohen Verdichtung und anderer Parameter durch Klopfen, Detonationen oder Ähnliches entstanden sind. In diesem Fall wäre blauäugiges Testen wohl teuer geworden und ich hätte den Zylinder stattdessem lieber im jetzigen (ganz guten) Zustand an jemanden weitergegeben, der im Gegensatz zu mir etwas davon versteht. Das war die Ausgangslage für diesen Thread!


    Wenn ihr sagt, der Zylinder könnte auch auf der Straße funktionieren und die Schäden durch Fremdkörper waren eher Pech (z.B. bei der Reflektion am Gegenkonus aus dem Auspuff mit angesaugt), dann sieht die Sache anders aus. Unter dieser Voraussetzung könnte ich mir vorstellen, den Zylinder mit nem 1-Ring Asso und der 8400er ALS am 34er Vergaser einzufahren, grob abzustimmen (Kerzenbild) und gegen meine 30PS Original-MP gegenzutesten. Wenn man damit merklich mehr Leistung generieren kann, stell ich mir auch gerne ne schnelle MP ins Wohnzimmer ... weniger werden die in gutem Zustand eh nicht mehr wert, denke ich.
    Der Vorbesitzer ist den Zylinder übrigens auch mit einer "dicken" 0,8er Fußdichtung gefahren um etwas Druck rauszunehmen, der hatte scheinbar zumindest ne Ahnung was er tut, Fremdkörper hin oder her.


    Bis es soweit sein sollte, biete ich den Zylinder vielleicht etwas überteuert zum Verkauf an, vielleicht findet sich jemand der sagt: "Yay, genau das brauche ich in Ergänzung zu meinem Arrow und dem TwinAir Luftfilter... 36PS habe ich ja jetzt schon locker"
    Nen bissle Zynismus sei mir hoffentlich gestattet :kopfklatsch:.


    Wie dem auch sei, ich bin für eure fachlich versierten Kommentare dankbar, auch wenn ich (rein fachlich) nicht alles davon verstehe. Im Gegensatz zu den üblichen Foren-Beiträgen der frühen 2000er Jahre ist das hier und heute schon ne ganz andere Hausnummer. Sollte ich den Zylinder fahren, gebe ich euch Bescheid wie es lief.


    MfG, RSler

    Ah ja, Sorry, der Steg am Auslass:
    Von der Beschichtung her sieht das noch ganz gut aus, einen Riss sehe ich da nicht. Ich glaube auch, dass der Auslass selbst garnicht wesentlich breiter gemacht wurde, die beiden Nebenauslässe wurden aber deutlich vergrößert und die Stege zum Auslass hin bieten nicht mehr allzu viel Material.
    Schaut man in den Auslass hinein, sieht es ein bisschen aus, als hätte sich da etwas Gusshaut abgelöst. Da ist so ein golden-brauner Bereich ...


    Wie komme ich jetzt mit dem Zylinder weiter? Ich werde mir weder eine Auspuffanlage bauen lassen, noch eine programmierbare Zündung verbauen. Käme ich mit günstigen "Großserienteilen" ohne viel TamTam und ohne Nacharbeiten am Zylinder auf sagen wir ... 35 PS, würde ich den mit ner 0,8er Fußdichtung verbauen, nen paar Runden damit fahren und dann vielleicht in die Vitrine stellen.
    Wäre das Teil gut gemacht und etwas wert, würde ich den Verkaufen bevor ich ihn noch schrotte. Dafür müsste ich das Teil wohl bewerten lassen, habe aber keine Ahnung, wer sowas macht. Kennt ihr jemanden, dem ich das Teil zuschicken könnte und der mir zu moderaten Kosten etwas zur Qualität der Bearbeitung, zum Gesamtzustand und auch zum Wert und der möglichen Zielgruppe sagen kann?


    MfG, RSler




    Edit: Ich habe auch nochmal einen originalen (Blind-)Schieber eingesetzt. Die Spuren stammen sehr wahrscheinlich von Verkokungen am Schieber. Die Maße des Auslasskanals entsprechen demnach der Höhe (nachgemessen) und in der Breite (in etwa) dem Original. Nur die Fasen wirken etwas knapper gestaltet und der Kanal selbst wurde etwas geglättet.


    Danke euch,


    ich bin ja nun kein Racer sondern Gelegenheits-Nostalgie Fahrer ... dennoch würde es mich reizen, den Zylinder mal draufzubauen und zu schauen, wie er sich fährt. Andererseits, neuer Kolben, wieder einfahren ... vielleicht verkauf ich den auch wieder. Muss mich noch entscheiden.


    Die Schäden am Kolben sind so "smooth" mit diesen rundlichen Kanten. Hätte nicht gedacht, dass ein Fremdkörper dafür verantwortlich gewesen sein könnte. Aber falls es so war, Glück im Unglück, dass die Lauffläche nichts abbekommen hat wenn man die Kante des Kolbens so betrachtet.


    Was könnte man bei einem Verkauf für so einen Zylinder verlangen? Vergleichbare Angebote gibts auf den üblichen Kanälen nur alle Jubeljahre mal und ich hab keine Vorstellung, wie die Nachfrage so ist.


    MfG