Beiträge von Royalstar

    Zweitaktmotoren mit echter Direkteinspritzung (nach Schließung des Auslasskanals) scheint im Straßenfahrzeugbau wegen der wohl vielfältigen Probleme niemand mehr anpacken zu wollen.


    Das gilt insbesondere für hochdrehende Motoren und Hubräume über 50 ccm. Seit dem Erscheinen der Vierventiltechnik in Großserie nebst Titanventilen etc. kann der Motorradviertaktmotor locker seine Nennleistung bei 15.000 - 16.000 U./min. abliefern, während ein (notwendigerweise direkteingespritzter) Zweitaktmotor wegen des minimalen Zeitfensters nach Auslaßschließung bereits bei ca. 8.000 - 9.000 U./min. abliefern muß.


    Dadurch verbleibt kein Leistungsvorteil mehr für den Zweitaktmotor, es sei denn, man misst die Leistung bei gleicher Drehzahl!


    Schade eigentlich, aber wohl der zwingende Grund für die unterlassene Weiterentwicklung des Zweitaktmotorradmotors.

    Ich kann schauen, wie ich will, aber optisch kann ich historische und heutige 250-er auch nicht von den 250-ern unterscheiden außer bei nackten Luftkühlern, wo man es am Motor sieht.


    KTM hat aber wohl den Rat von redandblue beherzigt, indem ein Fahrwerk für die 390-er entwickelt wurde, mit dem man zunächst bereits die 125-er und dann die 200-er ausgerüstet hat.


    Aber in einem Punkt hat er sicherlich recht: Wenn man beim KTM-Händler steht, kann mann alle drei nicht auseinanderhalten - ich habe es überprüft.


    Daß das Bike dann aussieht, wie die 125-er, würde auch mich vom Kauf abschrecken.


    Aber insgesamt sind die alle zu zierlich. Wenn KTM, würde ich die Duke 4 mit 70 PS und 160 Kg nehmen, ein echter Kurvenbrenner und sieht auch völlig erwachsen aus.


    Ergo kann mann auch heute noch Bikes mit wenig Gewicht und ordentllich Leistung für einen günstigen Preis (7.595 €, ABS inbegriffen) kaufen!

    Zitat

    Original von marconi
    Rotax spritzt aber in die Überströmer :teacher:


    Dadurch gewinnen sie etwas mehr Zeit für eine brauchbare Gemischbildung!


    Bei einem echten DI dürfte die technische Maximalgrenze bei ca. 9.000 U./min. liegen, d.h., es verbleiben ca. 1,65 sec. für Einspritzung, Gemischbildung und Zündung - weniger Zeit geht kaum mehr!


    Die 600-er und 800-er "DI"-Motoren von Rotax drehen nur 7.900 bzw. 8.100 U./min. maximal und das aus gutem Grund.

    Der bekannteste Direkteinspritzer dürfte der 50 ccm-Motor des Aprili-Rollers ("Purejet"?) sein, wo eine "Emulsion" (vorgefertigtes Kraftstoff-Luft-Gemisch) eingespritzt wird, nach dem System der Firma Orbital.

    Hallo,


    beim DI mit Kurbelkastenvorverdichtung - Schmierung wie gehabt (Gemisch oder Ölpumpe) und Resonazauspuff dito (Aufladung; Vermeidung von Frischluftverlust, etc.). Alles wie gehabt, nur weniger Schmutz!


    Mit Kurbelkasten-VV und Schnürle-Umkehrspülung quasi die einzige Zweitakttechnikvariante, die einfacher, leichter, etwas billiger und leistungsmäßig vergleichbar zum Viertaktmotor ist.

    Zitat

    Original von JCN
    Oha...


    Glaskugel: Ne 390-er KTM wird GAR KEIN Renner werden. (Fast) keiner kauft so nen Karren ohne Hubraum und ohne Leistung der wie ne 125-er aussieht. Vielleicht ein 48PS-ler, aber die werden vermutlich auch lieber ein "richtiges" Motorrad fahren. Solche Dinger gingen noch nie. Gut findens alle, aber kaufen tuts keiner :nuts:


    Gruß J-C


    Zum Thema: "Aussehen wie eine 125-er": RGV 250. RS 250 und auch die TZR 250 etc.. - alles Hochleistungszweitakter, sind opotisch auch nicht von einer heutigen 125-er zu unterscheiden.


    Immerhin ein toller Ansatz von KTM, 46 PS (auf dem Rollenprüfstand ) mit knapp unter 150 Kg Motorrad zu kombinieren, eine Offenbarung für alle, die bisher Zweitakter wegen des geringen Gewichtes gefahren haben!


    Warum sollten sportliche Leute, die in erster Linie Wert auf " Fahrradhandling" und geringes Gewicht legen, so etwas nicht kaufen?