Beiträge von Burnis Papa

    Hmmm, hast Du schon mal nach den Stiften geschaut ? Die machen sich gerne vom Acker und sind dann sehr lieb zu Zylinder und Kurbeltrieb.
    Prox bietet IMO Kolben für die TDR an, habe nur Gutes über diese gehört.


    BP

    Oje, die muss ich erst mal wieder aus den ganzen Kisten zusammenklauben. Im Winter stehen erstmal drei, vier Projekte an, da findet die Garelli keinen Platz mehr.


    BP

    jeder übliche Zweitaktmotor mit Membraneinlass ins KuWegehäuse hat einen theoretischen Einlasswinkel von 360 Grad, es gibt ja nichts, was ihn verschließt.
    Das sagt aber nichts darüber aus, in welchem Winkelbereich der Ansaugvorgang bei einer bestimmten Drehzahl stattfindet.


    Mich würde interessieren: Spürst Du bei der RG einen Leistungsschub bei 1/3 Nenndrehzahl ?


    BP

    @ Zweitaktfreak


    Naja, du bist ja wahrscheinlich noch kein Gefährt gefahren, daß einen membrangesteuerten RG 500 Motor sein Triebwerk nennt.
    Der Motor hätte weniger Spitzenleistung, da die Membrane mitsamt ihren Kästen einen Strömungswiderstand darstellen. Dann steigt der Widerstand der Membrane mit dem Öffnungshub und obendrein flattern die Plättchen bei hohen Drehzahlen unkontrolliert.
    Das sind alles die Nachteile dieser Konstruktion und die hat man auch nicht damit beseitigt, daß man keine Federstahlelemente mehr verbaut.
    Zu den asymetrischen Steuerzeiten: Der Begriff Symetrie bezieht sich in diesem Kontext auf die Tatsache, daß ein rein kolben- oder schlitzgesteuerter Motor den Kanal bei der Hin- wie bei der Rückbewegung in genau der gleichen Höhe öffnet bzw. verschließt.
    Das, was Du wahrscheinlich meinst, würde ich vielleicht Linearität gegenüber der Drehzahl nennen.


    @ avenger


    Ich denke, die Drehschieberexperimente bei Serienmodellen waren nur ein Experiment, da man mit der Membranventilentwicklung noch nicht so weit war, daß man sie serienreif hätte nenen können.
    Aber Du teilst meine Meinung: Im Rennsport hat der Drehschieber Vorteile, im täglichen Gebrauch viele Nachteile.
    Der Einsatz bei der RG 500 geht sicherlich auf den Gedanken zurück, eine selbst technisch ziemlich exakte Replika zu bauen.


    Burnis Zappa

    @ Zweitakt-Freak


    Wieso ? Man könnte doch die Einlasszeit des Drehschiebers beliebig groß wählen, sodaß er schon vor dem eigentlichen Ansaugvorgang öffnet oder, wenn man die Membran simulieren will, bei dem Unterdruck, der die Membrane aufziehen würde.
    Aber die Überlegung ist schon richtig, ein Membranmotor zieht immer dann, wann er will, der Drehschiebermotor ist sozusagen "zwangsgesteuert"... (die Duc unter den 2-Taktern CONFUSED) ).


    Und deine Erfahrung zeigt Dir, daß Drehschiebermotoren eben in fast allen Fällen aggressiver abgestimmt sind, das ist auch richtig.


    @ Rest


    Ich habe keinerlei Erfahrung mit Drehschiebermotoren (leider), ich habe mich bis jetzt immer nur theoretisch damit auseinandergesetzt.
    Ich habe höchstwahrscheinlich weniger Erfahrung mit Zweitaktmotoren als viele andere hier.
    Euer Eindruck stammt vielleicht eher daher, daß ich nur was zu den Dingen sagen, von denen ich was weiß und zum Rest meinen Mund halte :tongue:
    Fehlt einigen Anderen hier, siehe Synonym...

    Drehschieber machen es möglich, den Einlasssteuerwinkel unabhängig von der Ansaugkraft zu bestimmen.
    Es bringt z.B. Vorteile, erst einen gewissen Unterdruck im KuWeGehäuse entstehen zu lassen und dann den Einlass zu öffnen.
    Das ein drehschiebergesteuerter generell eine andere Charakteristik als ein membrangesteuerter Motor hat, ist falsch. Das hängt einzig und alleine von den Steuerzeiten ab. Und da hat man mit dem Drehschieber mehr Möglichkeiten, allerdings bei erhöhtem Konstruktionsaufwand und schlechterer Lage der Bauteile (Vergaser, Airbox).
    Die 500er haben wahrscheinlich so viel Power, daß es dort mehr um die Fahrbarkeit als um das letzte Quentchen Top-Endpower geht. Da hat man mit einem Drehschieber mehr Möglichkeiten, das wird klar, wenn man sich mal überlegt, wie sich so eine Zungenmembran im Betrieb verhält.


    Burnis Pappa