Beiträge von john_d-town

    Servus


    Also der 160/70 hinten ist aus meiner Sicht tatsächlich einfach ein "Schmarrn". Ich halte das für einen Schreibfehler, es sollte wohl auch 140/70 heißen.


    Für deine Felgenbreiten würde ich 110/70 und 140/70 tendenziell als "passender" sehen. Heißt aber nicht, dass 120/60 und 150/60 gar nicht funktioniert.


    Speziell beim 120/60er Vorderreifen gibt's evtl. einfach weniger Auswahl, weil diese Dimension eher eine Modeerscheinung von vor 25 bis 30 Jahren war.


    VG

    Danke für den Erfahrungsbericht.


    Ich denke, dass sogar manche "offiziell" über den Importeur nach Deutschland gekommenen Fahrzeuge vor dem Problem stehen, dass die Originaldaten nicht beim KBA vorliegen. Nämlich dann, wenn die Moppeds alle mit Einzelbetriebserlaubnis zugelassen wurden. Beispiele dafür sind u.A. alle Aprilia AF1 125 oder die Cagiva Mito 8P.


    Wenn diese Moppeds mal gedrosselt wurden und keine Unterlagen über den offenen Originalzustand mehr vorliegen wird's schwierig.

    Solange die Hersteller oder alpha technik noch Gutachten ausstellen passt's. Das hat in deinem Fall ja geklappt :thumbs_up_medium_dark_skin_tone: .


    Hat denn die TZR so eine breite Vorderradfelge oder wäre nicht der 110er Reifen eh die "passendere" Größe?

    Aber wenn der Reifen grade neu ist kann ich verstehen, dass du den nicht gleich wieder tauschen willst.


    VG

    Servus



    Falls sich schon jemand mal gefragt hat was der Code "A-1075" auf den Typschildern der MP-Modelle bedeuten soll.

    Das ist der spanische Homologationscode - ähnlich wie die deutsche ABE - für die MP Modelle.



    Übrigens hatte die GS auch schon eine spanische homologation, nämlich "A-0547". Weil bei den GS Modellen aber fast jedes Verkaufsland seinen eigenen Typaufkleber bekommen hat ist diese Nummer hier wohl kaum bekannt.



    Diese Nummern kommen unter anderem auch hier (klick) und hier (klick) vor.



    Hat sich wahrscheinlich noch nie jemand gefragt aber jetzt wisst ihr's :nerd_face: .


    VG

    Servus


    Eine originale Alternative zu alpha Technik wäre die Umrüstung per "Werksdrossel" also auf den Zustand der SFA.

    Dazu bräuchtest du den gedrosselten Krümmer "Aprilia B-1137" und eine 115er Hauptdüse.

    Dann noch die Auslasssteuerung abstecken und eine Öffnung am Einlassschnorchel zukleben.


    Sollte sogar günstiger sein aber halt etwas mehr Umbauaufwand.


    Das passende Gutachten könnte ich dir schicken.


    Viele Grüße

    Hi


    Achtung jetzt kommt viel Text. Falls ich groben Unfug schreiben sollte bitte gerne korrigieren.


    Der größte Unterschied ist schon mal das Alter der Moppeds.


    Die 8P wurde von 1990 bis 2000 gebaut.

    Die N3 von 2001 bis ca. 2012 (beim Bauzeitende bin ich mir nicht 100% sicher).


    Die 8P hat von 1990 bis 1993 noch die erste "alte" Verkleidungsform und bis 1991 auch noch keine Upside Down Gabel. Der Siebengang Motor (Typ 5P) ist aber schon drin und ab Werk gibt es nur die offene Version die in Deutschland mit bis zu 22kW eintragungsfähig ist.


    Ab 1994 folgte die bekannte "Ducati 916" Verkleidung und der Name wurde zu Mito Evolution. Immer noch mit dem 5P Motor und nur offen. Ab 1995 gab es sowohl den bisherigen Dell'Orto PHBH 28 RD Vergaser als auch den Mikuni TM 35.

    Ab ca. 1997 wurde dann parallel zur offenen auch eine erste "werksgedrosselte" 11kW-Variante angeboten, aber immer noch mit dem Siebengang Motor.


    Im Jahr 1999 folgte dann die Umstellung auf den Sechsgang-Motor (Typ N1) und es gab diese Variante nur noch mit PHBH 28 BD Vergaser und max. 11kW aber nicht offen. Die Verkleidungsform bleibt beim Ducati 916 Design aber jetzt mit Sechsspeichen Felgen anstelle der Dreispeichen. Das Modell wird oft Mito Evolution II genannt. Diese letzte 8P mit N1 Motor wurde bis 2000 gebaut.

    Streng genommen gilt das bekannte Datenblatt zur Entdrosselung auf 22kW für diese letzten 8P Modelle gar nicht mehr, weil dort explizit steht: Bis Baujahr 1999 mit 7-Gang Motor 5P. Trotzdem könnte die Eintragung noch klappen wenn der Prüfer nicht so genau hin schaut.


    Allen 8P Modellen ist gemeinsam, dass sie noch nach keiner Euro-Abgasnorm geprüft sind sondern nach der Vorgängernorm ECE R40-01.

    Außerdem gibt es für die 8P noch keine gesamteuropäische Typprüfung sondern nur nationale Typprüfungen bzw. in Deutschland sogar nur Einzelbetriebserlaubnisse.



    Mit der Einführung der N3 ab 2001 ändert sich genau das. Die N3 erhält eine EU Betriebserlaubnis und ist nach Euro 1 homologiert. Erreicht wird das durch einen U-Kat im Krümmer.

    Ansonsten ändert sich erstmal fast nichts. Der Motor ist weiterhin der N1. Verkleidungsdesign und Felgen bleiben auch wie bei der letzten 8P, sodass auch die N3 Modelle bis ca. 2007 als "Evolution II" bezeichnet werden. Allerdings gibt es von Anfang an bei der N3 keine typgeprüfte und ohne Weiteres zulassungsfähige Variante mit mehr als 11kW.

    Warum weiß wohl nur Cagiva selbst, die Aprilia RS 125 wurde z.B. noch bis Produktionsende 2012 mit mehr als 11kW angeboten.


    Die nächste Weiterentwicklung folgt Mitte 2004. Jetzt ist die Mito N3 nach Euro 2 homomogiert. Die offizielle Leistungsangabe ist 10kW. Sonst gibt es weiterhin keine Nennenswerten Änderungen an Technik und Design.


    Bis hierher ist wohl eine (illegale) Entdrosselung noch mit relativ überschaubarem Aufwand möglich. Die detaillierten Unterschiede zu früheren 8P bei Zylinder, Zylinderkopf, Zündung, Krümmer und Vergaserabstimmung etc. kenne ich aber nicht, da müssen andere Experten was dazu sagen.


    Zirka um 2007 hat sich dann wohl zunächst das Zündsystem geändert. Edit: die Zündung wurde wohl schon Ende 2005 von Kokusan Denki auf Ducati Energia umgestellt. Die 2006er und 2007er Modelle haben also die Ducati Energia Komponenten.


    Spätestens ab 2008 war die N3 dann nach Euro 3 homologiert, wofür einiges am Antrieb "elektrifiziert" und modifiziert wurde. Ein Sekundärluftsystem kommt dazu. U.A. hat der Krümmer jetzt zwei Kats, die Ölpumpe wird elektrisch angetrieben, der Vergaser ist jetzt ein VHST 28 CD anstelle des bisherigen PHBH 28 BD. Soweit mir bekannt hat dieser Vergaser einen TPS Sensor und es wird auch ein elektrisch angesteuertes Zusatzluftventil verwendet. Ausgewertet und gesteuert werden die elektrischen Komponenten (auch die Zündung und Auslassteuerung) jetzt von einer ECU von Dell'Orto.

    Die offizielle Leistungsangabe ist jetzt 9kW.

    Außerdem erhält die Mito auch eine neue Frontverkleidung und ein neu gestaltetes Heck und heißt bis Produktionsende Mito SP 525.


    Ich bin mir nicht 100% sicher ob die Umstellung von Euro 2 zu Euro 3 und die neue Verkleidung und Umbenennung in Mito SP 525 in einem Zug passiert sind und wann genau (2007? 2008?). Oder gab es noch Mitos mit Ducati 916 Design, die schon die Euro 3 Technik hatten?


    Zur Zuverlässigleit würde ich vermuten, dass sich die Motoren nichts schenken, speziell wenn sie mit den maximal erlaubten 11kW für B196 betrieben werden. Das setzt natürlich voraus, dass nichts verbastelt wurde oder bei den älteren Baujahren die Drosselung auch fachgerecht und vollständig gemacht wurde.

    Ich schätze mal, dass es viel mehr auf den individuellen Zustand des Moppeds ankommt.


    Das die 8Ps eben einfach generell älter sind hab ich ja schon geschrieben.

    Speziell in den ersten Baujahren 1990 bis 1993 gab es noch ein deutlich anderes Design, wenn man da drauf steht bleiben einem nur diese alten Modelle übrig. Außerdem gab's in diesem Zeitraum viele kleine Änderungen an Zylinder, Kopf, Kolben, Krümmer... Für einen Mito Einsteiger, noch dazu wenn du "nur" mit 11kW rumfahren willst vielleicht eher "unübersichlich".


    Ich denke die 8P ab 1994 bzw. die früheren N3 bis ca. 2007 sollten in entsprechendem Zustand alle Spaß machen. Ob die Euro 3 Modelle tatsächlich im Originalzustand in irgendeiner Weise "schlechter" sind als frühere Moppeds kann ich nicht beurteilen.


    Ein Nachteil einer 8P KANN es sein, dass diese Modelle in Deutschland nicht typgeprüft und nur mit Einzelbetriebserlaubnis verkauft wurden. Oft ist durch mehrmaliges drosseln/entdrosseln der Originalzustand nicht mehr bakannt. Ohne Typprüfung ist es für den TÜV dann nicht so einfach erkennbar was er z.B. beim entdrosseln von 80km/h auf 11kW ohne vmax-Begrenzung für Daten für die Eintragung verwenden soll. Das ist zwar "nur" ein bürokratischer Nachteil aber evtl. doch sehr nervig wenn man sein Traummopped schon hat aber es an der Bürokratie zwickt.


    Soweit meine Infos und Einschätzung. Habe aber selber keine Mito, also gerne korrigieren oder ergänzen.


    VG

    Jetzt kommen die großen Fragen der Menschheit :face_savoring_food: .


    Das lässt sich so pauschal nicht sagen, weil es von beiden jeweils mehrere Varianten gibt.

    Aber die gaaaanz groben Unterschiede hast du ja schon aufgezählt.


    Die Details kannst gerne in einem eigenen Beitrag erfragen, das weicht dann doch sehr vom eigentlichen Thema (8P Baujahr 2000) ab.


    VG

    Ich kann dir jetzt nichts versprechen aber wie gesagt:

    Wenn du den Serienzustand wieder herstellst und auf die Typprüfnummer verweist hast du m.M.n. gute Chancen.


    Du kannst ja mal bei einer Prüfstelle nachfragen was die dazu sagen oder brauchen an Papierkram.



    Welches Baujahr ist denn das Objekt der Begierde?


    Von der N3 gibt's auch verschiedene Versionen (Euro 1, Euro 2, Euro 3). Je nachdem brauchst du dann u.U. unterschiedliche Krümmer, Schalldämpfer, Übersetzungen...


    Genaueres können wir Dir dann sagen wenn du ein Mopped hast.


    VG

    Frag den jetzigen besitzer doch mal ob er das CoC Papier für die Mito und das Gutachten zur Drosselung auf 80km/h noch hat.


    Eine "Rückrüstung in Originalzustand" heißt logischerweise auch, dass wieder die Sereinteile am Mopped verbaut sein müssen. Also Krümmer, Zylinder, Vergaser, Übersetzung etc. Die musst du natürlich haben und einbauen.


    Bei der N3 bedeutet Originalzustand maximal 11kW, also genau richtig für den B196.


    VG