Quetschspalt nachgemessen, verwunderlich

  • Hallo Forum,


    ich habe die Möglichkeit genutzt und mir nochmal ein paar Maße der RS 125 ausgemessen.


    Dabei fiel mir ein enorm breiter Quetschspalt auf, der über 2,2m ist.
    Beim Auslitern kam ich auf einen Wert von fast exakt 10ccm, was das Verdichtungsverhältnis von 12,5: 1 bestätigt.


    Der Abstand Zylinderoberkante/Kolbenboden auf OT war genau 1,17mm.


    Bei Racern sind Quetschspalte von knappen 0,6mm keine Seltenheit. Original auch 1,2-1,3.
    Da der Kopf der RS aber kalottenförmig schon an der Dichtfläche konisch nach innen neigt, kann kein knapperer Quetschspalt ohne Veränderung des Kopfes hergestellt werden.
    Und da wir ja Zylinderkopf abdrehen bevorzugen (bevor wir dem Zylinder beim Abdrehen die Beschichtung killen) sollte man dies auch tun, genau 5mm breit bis dahin wo die eigentliche Kalotte anfängt.


    Dann wieder eine 0,8er Dichtung rein und die RS müsste rein theroretisch besser gehen.


    Meine hatte mit bearbeitetem Kopf einen Quetschspalt von weniger 1mm, ging damit ziemlich gut. Allerdings war die 0,2 bzw. 03er Dichtung verbaut.


    Die jetzige Messung erfolgte mit 0,5er.


    Damit soll das Phänomen "warum läuft die RS mit dünnerer Fußdichtung besser als mit dickerer" gefunden sein. Der Quetschspalt verringert sich bei der 0,3/0,2er um satte 0,5mm, das macht einiges an Leistung aus. Das damit die Steuerzeiten nicht so scharf sind scheint weniger zu interessieren, da in der Regel jede 125er RS mit der dünnen Dichtung offensichtlich besser läuft.


    Bei der 250er habe ich andere Erfahrung machen müssen, und ganz nebenbei festgestellt, das der Vorbesitzer die Zylinderköpfe um einiges verhunzt hat, die bekommen jetzt senkrechten Kerzensitz und eine Kalotte mit gewünschtem Brennraumvolumen. Und danach dürfte auch die große wieder laufen.


    Wie ihr seht lernt man nie aus, und das geplante Projekt Super RS 125 bekommt immer mehr Ideen... zumal ich ja noch zwei Zylinder rumliegen habe, die gerne bebastelt werden LOL)


    Das nur mal zur Info.


    was lernen wird daraus?? Die RS 125 wird mit einer 0,8er oder 0,8 + 0,2er Dichtung wesentlich schärfere Steuerzeiten bekommen, durch enormes Abdrehen des Kopfes (das sind gut und gerne 2mm und mehr) kann man den Quetschspalt so verringern, dass er auf die gewünschten 1,2 kommt. damit dürfte dann eines der größten Leistungsdepots des Rotax 122 gefunden sein.
    (das hatte ich auch an meiner vorherigen RS nicht ganz ausgenutzt), ebenso ist das Phänomen 0,3er/0,2er Dichtung etwas klarer.


    Gruß Manuel


    ...der sich immer mehr über den Rotax 122 wundert, um so mehr dass der mit solchen Maßen überhaupt läuft....

    ich kompensiere Appetit durch Leichtbau :aha:

  • Ich glaub ich kauf mir bald eine Drehbank. :D Wenn man jetzt den Kopf sagen wir mal 2 mm abdreht, dann steht ja ein Rand in den Brennraum rein, dann wärs doch besser man dreht danach noch in einem bestimmten Winkel mit 0,5 mm mehr Durchmesser als der Brennraum den Rand nach, weil ja sonst die Gefahr besteht dass der Kolben ansteht. Habens alle Verstanden?? :D Mir ist außerdem aufgefallen dass die Zylinderköpfe nicht genau gefertigt sind, sondern der Brennraum schief ausgedreht wurde, sieht man beim abdrehen dann am Rand.



    Gruß Lucki

    Everell Tuning

  • ich weis nicht,hab schon überall gesucht,aber dünnere fußdichtungen wie 0,3 hab ich noch nirgends gefunden...


    Beim Geiwiz ist die dünnste auch 0,3!


    Wo gibts den 0,2er???
    MFG

  • sind als 0,3er verkauft, aber ich sage deshalb 0,2/0,3 weil sich die Dichtungen noch minimal setzen, außerdem ist die eine mal 0,23, die andere 0,28 wieder eine andere 0,32 usw. die schwanken sehr.


    Manuel

    ich kompensiere Appetit durch Leichtbau :aha:

  • Seh ich das jetzt richtig das es am "besten" ist eine 0,3 er Fußdichtung zu verbauen? also in einem normalen Motor, ungetunt.

    Wenn der Kolben oben ist...


    ... dann musses funken!

  • Ich hab jetzt da mal ein bisschen überlegt und gemessen, und bin darauf gekommen dass es ziemlich Optimal wäre einen Polini Kopf soweit abzudrehen, bis der Brennraum den Durchmesser vom Orginalzylinder hat, das wären dann ungefähr 2 - 3 mm weniger. Beim Polini Kopf ist nämlich das Volumen von dem halbrunden Brennraum kleiner, also mehr Verdichtung. Quetschkante müsste dann auch ganz gut passen. Was haltet ihr davon (Manuel)?? Ich probier das jetzt mal aus.



    Gruß Lucki

    Everell Tuning

  • probieren probieren, kann auch sein das die Polini Kalotte bedingt durch ihre Form sich negativ auswirkt auf Leistung und Charakteristik!


    ciao