PKV oder GKV

  • Die Frage hat etwa die Qualität von "Soll ich bauen oder nicht?"


    Kommt darauf an.

  • Ja gut, ich möchte gut informiert sein, die Entscheidung werde ich wohl selber treffen müssen, is aber das kleinste Problem!

  • Wie schon gesagt, am Besten kann Dir da ein Versicherungsberater helfen.

  • Ich denke auch dass ein Berater unumgänglich ist. Aber da einen zu finden dem man vertraut wird auch schwierig sein. Man muss immer bedenken dass der ja auch seine Provisionen erhält und wer kanns ihm verdenken dass er Dir die Versicherung empfiehlt bei der er am meisten Kohle bekommt?
    Aber ich würde mir auf jeden Fall mal ne Fachzeitschrift kaufen. Bei uns gibts ja die Stiftung Warentest. Damit man wenigstens weiß von was der Gegenüber redet.


    Gruß
    Torsten

  • Zitat

    Original von RGV-Shop
    Man muss immer bedenken dass der ja auch seine Provisionen erhält und wer kanns ihm verdenken dass er Dir die Versicherung empfiehlt bei der er am meisten Kohle bekommt?
    Gruß
    Torsten


    Genau das tut er eben nicht. Ein Versicherungsberater ist berufsständisch neutral, etwa mit einem Rechtsanwalt, Notar oder Steuerberater vergleichbar.

  • Ah so, der finanziert sich im Gegensatz zum Finanzberater also nicht aus Provisionen, sonder wird von bezahl der zu ihm kommt?

  • Versicherungsberater; das ist das zauberer Wort denke ich!


    Ok merci. :freak

    Einmal editiert, zuletzt von Gre ()

  • @ Gre, das ist a.) eine Entscheidung fürs Leben und b.) eine sehr individuelle


    Eine ganz einfache Regel ist die:


    jung, ledig, gesund und Gutverdiener --> muss in die PKV, alles andere ist Schwachsinn



    Familie mit zwei Kindern und Frau zu Hause, evt. Vorerkrankungen = lieber GKV ggf. erweitert um private Zusatzpolice, aber abhängig vom Einkommen.
    Denn wer genügend Kohle hat und nicht auf jeden € schauen muss, der versichert sich fast immer privat weil einfach bessere Leistungen.


    Das mit der Reha oben gibt es viele Beispiele. Du benötigst nicht zwangsläufig einen Versicherungsberater sondern musst dich nur entsprechend einlesen. Natürlich ist die PKV kein Almosenverein. Wer Geld kostet, wird nicht gern gesehen. Das ist bei einer Autoversicherung auch nicht anders.


    Nur ganz so einfach können die sich auch nicht aus der Pflicht stehlen. Wichtig ist, dass Kleingedruckte zu lesen! Oftmals haben die PKV´s z.B. bei Psychotherapien nur eine begrenzte Anzahl von Therapien angesetzt, gleiches gilt z.B. auch für Rehas. Aber das ist vom Vertrag abhängig!
    leider hat die PKV immer den längeren Atem auch mal eine Gerichtsverhandlung durchzuhalten, die mehrere Jahre dauert.


    Das obige Beispiel kann ich allerdings kaum nachvollziehen, denn: Wenn Einkommen wieder unter Pfichtgrenze fällt, wird man automatisch wieder pflichtversichert, womit dann die GKV wieder hätte zahlen müssen (sofern entweder Einkommen niedriger als JAEG oder Sozialleistungen bezogen werden).


    Genau das gleiche gilt auch für Berufsunfähigkeits Policen. Wenn man sie braucht, benötigt man Jahre um sie zum zahlen zu bringen. Die finden immer eine Ausrede. Und zwischenzeitlich haben die Mandanten keine Möglichkeit mehr die Verhandlung finanziell weiter zu führen, Aussitzungs-Taktik.
    Daher lieber eine Unfallrente als eine BU, die nie zahlt.



    Wichtig bei der Wahl einer guten PKV = Beitragsstabilität. Viele Versicherungen wie z.B. die HUK neigen dazu "schlechte Risiken" zu versichern. Also Kunden, die gesundheitliche Vorerkrankungen haben. Hat zur Folge, dass solche Versicherungen aktuell niedrige Beiträge haben, später aber exorbitant teuer werden können.


    NOCH sind die Leistungen der GKV in Deutschland einzigartig. Das wird sich aber ändern. in 20 Jahren ist nur noch der gesund, der etwas dafür tut, Glück hat oder es sich ganz einfach LEISTEN kann.Pervers aber war.


    Die Beitragsrückerstattung der PKV ist im Übrigen ein Bauernfänger. Statistisch gesehen ist sie spätestens für Klienten alleinstehend ab 38, und für Familien generell unsinnig (wer kleine Kinder hat weiß wie oft man da beim Arzt ist).


    Die Fürsprecher der GKV werden in den nächsten 10 Jahren verstummen sofern keine wirkliche Reform erfolgt.


    Und zu den Beiträgen: eine PKV wählt man der Leistung wegen und nicht der Kosten wegen. Ein guter Vertrag mit Beitragsstabilität und kompletter Versorgung kostet in etwa das Gleiche wie die GKV.
    Preisspannen sind enorm. Dabei gilt: um so günstiger der Beitrag desto größer das Risiko späterer Beitragserhöhungen (da können jährlich schon mal 10-20% draufgehauen werden).

    ich kompensiere Appetit durch Leichtbau :aha: