Beiträge von Max


    Mit der Einbaulage hat es nichts zu tun, aber ein piezoelektrischer Sensor ist noch lange kein dummes Stück Metall. Der Sensor selbst besteht noch nichteinmal aus Metall, lediglich die Fassung. Nicht umsonst sind die Dinger so teuer, vorallem, wenn sie gefasst sind. Aber eigentlich sind die HRC Deto-Sensoren noch spottbillig verglichen mit den Kraftsensoren (auch nix anderes, nur besser), die ich für meine Sachen verwende.


    In den Detosensoren sind normalerweise Quarzkristalle, die sich wegen der hohen Temperaturbeständigkeit und der hohen Grenzfrequenz (mehr als 100kHz) für den Gebrauch am KFZ eignen. Andere piezoelektrische Sensoren, wie Bleizirkontitanat oder Polyvinylidenflourid haben zwar einen höheren piezoelektrischen Koeffizient und geben damit auf Kraftenwirkung eine größere Ladung ab (besser auszuwerten, da rauschen besser "übertönt" wird), sind aber weniger temperaturbeständig und deshalb nicht gerade für den Einsatz an einem Zylinderkopf geeignet.
    Die Quarzkristalle werden gezüchtet und dann in Scheibchen in der für den Einsatz als Piezosensor günstigsten Orientierung ausgeschnitten. Die Ober- und Unterseite wird leitend metallisch bedampft und zwei Anschlüsse daran gelegt. Hau ich nun auf das Scheibchen drauf, entsteht eine Ladungsverschiebung und ich kann - sofern ich weiß, wie es um den sog. piezoelektischen Koeffizienten steht - bestimmen, mit welcher Kraft ich draufgeschlagen hab. Ab ner bestimmten Schwelle der Krafteinwirkung kann man davon ausgehen, dass sie an nem Zylinderkopf von ner Detonation kommen muß und entsprechend eine Schwelle in der Auswertung setzen. Mit einem Oszilloskop oder irgendeinem anderen Aufzeichnungsgerät sollte man das dann aufzeichnen. Zeichnet man dazu noch Weg, Drehzahl und Gang oder Geschwindigkeit auf (ist egal was...), kann man dann den Wert "Deto/km" bestimmen.


    Das ist richtig viel Arbeit und es steckt ordentlich Know How dahinter, überhaupt nur gewisse gleichbleibende Qualitäten in der Kristallherstellung zu halten. Dummes Stück Metall stimmt nicht im geringsten, dazu ist ein Quarz noch nichtmal ein Metall.


    Ich dachte, dass Menschen, die Meßtechnik benutzen, sich auch mal damit auseinandergesetzt haben...

    Formel geht doch auch, sofern die entsprechend lang und hochgradig werden darf. Mach dir in Excel ne Tabelle vom Zündzeitpunkt über die Drehzahl, erzeug ein Diagramm, leg eine Expotentialfunktion hohen Grades als Trendlinie rein und benutz die Gleichung der Trendlinie als Funktion für die Zündung. Das geht ziemlich genau.
    Hat sogar den Vorteil, dass die Verstellung weicher ist und keine Sprünge aufweist, was zumindest meiner Erfahrung nach kleine Vorteile in der Leistungsentfaltung hat.

    Zitat

    Original von MarkusT


    Und was investierst du bis du die PS hast und das ganze Tuning um die PS auf die Strasse zubekommen? Dafür gibt es schon was aus Zuffenhausen was auch noch funktioniert. Weiteres Potenial hat und Heckantrieb hat, was in dieser Leistugsklasse sicherlich auch nicht verkehrt ist.


    LOL für die paar Kröten gibts noch lange nichts aus Zuffenhausen, was Leistungsmäßig in der gleichen Klasse spielt. Nichtmal Gebrauchtwagen aus Zuffenhausen gibts dafür.
    Mit etwa 8k für einen guten Lupo und etwa 15k für einen ordentlichen Umbau ist man dabei, wenn man selbst arbeitet.
    Dafür gibts noch nichtmal andere Fronttriebler mit 200PS aufwärts aus Wolfsburg oder Ingolstadt.


    Und sei beruhigt, die Leistung ist auch in nem Lupo durchaus zu handhaben, da es in heutigen Zeiten der Elektronik ja sogar möglich ist, je nach gefahrenem Gang den Ladedruck zu regeln, um so das Drehmoment in den kleineren Gängen künstlich etwas einzudämmen. Es gibt genug Mittel, um auch aus nem Fronttriebler ein richtig schnelles Auto zu machen. Es fahren genug frontgetriebene Honda Civic Typ R Turbo- oder Kompressorumbauten mit deutlich jenseits der 300 PS rum, die auch gute Zeiten auf der 1/4-Meile hinlegen. Auch gibts ettliche Golf 2 VR6 mit richtig viel Druck und Frontantrieb, was in der Gewichtsklasse in etwa dem Lupo entspricht (wenn auch die Gewichtsverteilung beim Lupo 1,8T günstiger sein dürfte).


    Klasse, dass hier sofort Neid und Kritik ausbricht, wenn sich jemand sein Traumauto (was noch nichtmal teuer oder besonders ist) bauen / kaufen kann.


    @ Satan666: In Polen fährt auch irgendein Freak mit nem 2.0l TDI im Seat Arosa mit 4motion rum, soll angeblich 300 PS und 500Nm mit einem Riesen-Turbolader aus einem Benz haben. Ich habs nur gehört und mal in einem Forum was drüber gelesen.

    150 PS ausm Passat mit Garrett GT28R, HMS Hosenrohr, zweiter Benzinpumpe, Green Luftfilter, HMS Auspuff mit Kat und Software von HMS. Ladeluftkühler erstmal vom Golf IV GTI, später vielleicht mal größer. Sollen mal um 250 PS werden.
    Reifenformat vorne: 215/40-16.
    Ich weiß, dass es geht, da bringen deine Vergleiche mit nem 2er Golf, der in der Regel ein anderes Reifenformat fährt, nix und dazu gibts bei neueren VW ASR und das regelt bei einem gewissen Schlupf einfach weg.

    vorerst bleibts mal nur vorne, 4motion ist leider nicht so ganz unaufwändig, siehe Golf-4motion umbauten: Was die alles ändern müßen, ist schon nicht mehr normal und in im Golf gabs 4motion schon zu kaufen. Firmen nehmen für den Umbau eines Golf FWD zum AWD gerne über 10k Euros. Beim Lupo wäre ettliches im Weg und... ach, einfach zu viel Stress.


    Wenn man allerdings nur das, was ein Hecktriebler mehr an Traktion hat, auch hinbekommen würde, gäbs sicher kein halten mehr. So bin ich halt erst richtig schnell, wenn ich über den traktionsschwierigen langsamen Bereich raus bin. Aber wie mir ein Bekannter mit nem 1.8T Polo 6N schon gezeigt hat, ist mehr Traktion da, als man allgemein denkt.

    Zitat

    Original von PSW
    Ich würde zur Zeit den Ford GT wählen.
    Noch ein echtes Auto was nicht randvoll mit Elektronik vollgepackt ist.


    Weißt du, warum der durchschnittliche Ford GT mindestens 2 von 12 Monaten im Jahr bei Ford zum Service ist? Weil Ford den Arsch voll Elektronik, den sie da rein gepackt haben, nicht in den Griff bekommt!


    Mein Traumauto: Mein Lupo 1.8T, wenn der Motor vom Umbau wieder kommt :D Understatement pur, trotzdem leder ich einige Zuffenhausener damit ab. 4,1kg/PS.

    Zitat

    Original von Pepsi
    ...


    Trotzdem:Heutige Mopeds machen sicher einen Mordsspaß-aber sie entfernen sich immer mehr von dem,was der normale Verkehr ertragen kann.Eigentlich dürfte man sie nur noch als Production Racer verkaufen-so scharf sind die.
    :respekt:


    Eben das mein ich. Für den normalen Verkehr ist das alles nix mehr.

    Zitat

    Original von Manuel
    @ Micha


    ob du es glaubst oder nicht.


    Die Italiener sind da weit aus realistischer als die Japaner.
    ....


    Eben! Meine R6 Bj. 03 hatte nichtmal mehr 95 PS am Rad, die mit gleicher Leistung eingetragene Ducati 749S eines Freundes hatte den Dampf dann auch am Rad. Bei z.B. der luftgekühlten Ducati SS1000 DS meines Chefs denkt man immer, dass das ein altertümlicher Zweiventiler ohne Bums ist, aber sie hatte 90 PS am Rad.


    Beim Gewicht sind die Japaner wohl auch etwas optimistisch: Meine 03er R6 war vollgetankt mit allen Flüssigkeiten bei rund 200kg laut eigener Messung. Damals wurde auch schon mit 165kg geworben.


    Die Bimota DB5 soll angeblich ihre 156kg Herstellerangabe lediglich um den Tankinhalt übertreffen!


    Mal ganz ehrlich: Inzwischen ists mit egal, ob ein Motorrad ein 2- oder 4-Takter ist, Fahrspaß zählt. Von der Technik her ist ein 2T aber immer schöner und ästhetischer, allein schon, weil er nicht zwei Arbeitstakte mit dummem und unnötigem Gasrumgedrücke verbringt.



    Zu den Leistungsgewichten: Ich bin der Meinung, dass man schon vor 5 Jahren die Grenze des Sinnvollen überschritten hatte.