Beiträge von Burnis Papa

    Man könnte ja fast ein Extra-Unterforum aufmachen :winking_face:


    Das Ding ist einfach in den Ur-Versionen die vierrädrige Reminiszenz an kleinvolumige Zweitakter. Leicht, handlich, flink.


    Meine war ne frühe Mk2 mit Rover und langem Verdeck. Dazu hab ich zur Zeit des 1:1 Pfunds zwei Autos rübergebracht und auf Linkslenker umgebaut. Das war mit der Einser zur damaligen Zeit und mit den noch verfügbaren Ersatzteilen für's Cockpit relativ einfach zu bewerkstelligen.


    Angesichts des minimalen Budgets und der nur hauchdünnen Personaldecke bei Lotus in den Neunzigern muss man einfach konstatieren, daß sie damit einen automobilen Meilenstein geschaffen haben: Verklebtes Chassis aus Strangpressprofilen (genial und hält mittlerweile schon seit fast dreißig Jahren), Bremsschreiben aus Aluminium-Siliziumcarbid-Verbund (federleicht, verschleißfrei und nur durch die Rennstreckenheinis und Alltagstauglichkeit wieder gegen Stahl getauscht worden), an fast allen Stellen Großserienteile und -technik verbaut. Und trotzdem kaum Kinderkrankheiten zu kurieren hatten.


    Zur Zeit des Böhmschen Forums haben wir schöne Ausfahrten in den Vogesen, Alpen und im Schwarzwald gemacht.

    Das ist halt so ein schöner Eimer, der sich schnell anfühlt. Da gibt es auch so ein paar Autos wie z.B. die Elise. Macht viel Spaß, verlängert das Leben.


    Gegenteile sind 600er Vierzylinder oder sowas wie ein aktueller M3. Ziemlich unspektakulär, aber sauschnell.

    Interessant. Typische damalige Prepreg-Sandwich-Konstruktion. Nach allem, was man erkennen kann, würde dieser Rahmen das selbe Problem der meisten Carbonrahmen aus der Anfangszeit innehaben: Viel zu steif.


    Ciba war damals ein legendäres Unternehmen in den Urzeiten der CFK-Anwendung in Europa.

    Der _R_eichs_a_usschuß für _L_ieferbedingungen wusste leider 1927 noch nix von Rothmans.
    Viele Lackierer können allerdings zum Anmischen der Farben auf umfangreiche Datenbanken zugreifen, in denen sich dann die Farbnamen der Motorradhersteller finden. Also z.B. Yamaha cremeweiß 1983 usw.


    RH Lacke sind gut, die habe ich auch schon benutzt. Sie sind allerdings bereits vorverdünnt und dazu noch ziemlich teuer für die kleinen Gebinde.


    Außerdem rennst Du bei bereits vorhandenen Bauteilen in das Problem der Lackalterung. Der Lack ändert sich, wie ich bei meinem Wintergarten-Motorrad nach dem Auswechseln eines Verkleidungsteils bereits nach einem Jahr merken durfte.


    Schau, daß Du einen Lackierer mit Farbanalysegerät findest und lass Dir dort den Lack anmischen. Dann kannst Du ihn auch später selbst auf die gewünschte Konsistenz verdünnen.

    Zitat

    Original von Henning #17
    Allein am Formenbau würde ich scheitern :nixweiss:


    Hauptsächlich ne Fleißarbeit. Wenn man es einmal gezeigt bekommen und verstanden hat, ist es hauptsächlich viel Arbeit und penibles Arbeiten im Detail. An so ner mehrteiligen Form macht man gerne schon mal einige Tage rum.


    Bei solchen Primärstrukturen ist die Hauptaufgabe die sinnvolle Auslegung ohne Überdimensionierung und das Bauweisen-Konzept. Wenn da nix schief läuft, ist die Fertigung "nur noch" genaues Abarbeiten.


    Die Tank-Sitzbank-Kombination...sieht ja auf den ersten Blick ganz nett aus und war sicherlich einiges an Aufwand in der Fertigung. Bringt aber eigentlich nur Nachteile mit sich, da sich hier keine strukturellen Verbesserungen durch die Verbindung von Tank und Sitzbank ergeben. Und millimeterdicker Gelcoat wasserklar sowie die übliche Gewebe-Sichtlage...aus technischer Sicht disqualifiziert sowas immer ein wenig...