Beiträge von Burnis Papa

    google mal nach "Vergaser" "Zweitakt" "einstellen" "kerzenbild" "kolbenbild" "bedüsung" usw und so fort.


    Die Leerlaufgemischschraube verändert nur etwas im ersten Gasanzupfbereich. Damit stellst Du eher ein, wie dein Motor aufs Gaszupfen anspricht. Das hat Bewandnis bei Motoren, die hauptsächlich in diesem Bereich betrieben werden.


    Allgemeine Regel: Liegt die Schraube auf der Luftfilterseite des Vergasers, ist es eine Leerlaufgemischluftschraube. Reindrehen=fetter, rausdrehen=magerer.
    Ist die Schraube auf der Motorseite des Vergasers beheimatet, ist es mit der Einstellerei gerade andersherum.


    So ist das bei fast allen Vergasern, die mir bis jetzt untergekommen sind. Exotische Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.


    BP

    Sorry Icke, aber da schreibst Du was Falsches (kann ja mal vorkommen:))


    Angeblich nicht pumpbare Öle wurden über tausende von Kilometern von mehreren Leuten mit Getrenntschmierung gefahren.


    Ich habe von einem Fall gehört, wo jemand A747 im Öltank mit einer mageren Benzin-Öl-Mischung im Tank kombinierte. Ohne Probleme auch nach mehreren Rennstreckenbesuchen.


    Das Schmiersystem ein Zweitakters funktioniert in Wirklichkeit ein wenig anders, als es sich in der Theorie darstellt.


    Die Pumpe und deren Antrieb ist dermaßen simpel, daß es hiermit bei normalen Umgang keine Probleme gibt.


    Im Kurbelraum ist immer eine gewisse Ölmenge in zerstäubter und flüssiger Form vorhanden. Ein kurzzeitiges Nachschubproblem hat da keine Auswirkungen, egal ob Gemischt- oder Getrenntschmierung.
    Die Probleme rühren eher von der eintretenden Gemischabmagerung bei niedrigerem Benzinstand in den Schwimmerkammern her. Einer originalen RGV mit gesunder Technik macht sowas nichts aus.


    Das Schmiersystem mit Pumpe und Direkteinbringung ist eines der besten Konstruktionen, das mir bei Zweitaktern bekannt ist.


    Öl kann man bei Gemischtschmierung im Straßenbetrieb im Ölbehälter mitführen und per Spritze absaugen. Mir ist auch mal ein geniales System mit fest installierter Pumpe zu Ohren gekommen, das direkt in den Tank pumpt. Die Dosierung erfolgt per Zählung der Pumpenhübe.


    BP

    Zitat

    Original von ChrisKo´80
    Ich rate übrigens derbst von einer RD350 ab......wenn man diese 2km die RD den Berg hoch schiebt,dann reicht das schon.........


    Was kann die RD für die Unfähigkeit des Benutzers?


    BP

    Zitat

    Original von Robert
    aber wenn ich das richtig weiß, liegt doch sowieso n dünner ölfilm über dem gehäuse... und daruch wird es doch auch glatt.... oder ?!?


    Ein weiser Mensch, der in seinem Leben viel Zeit mit "Internal Combustion Engines" verbracht hat, sagte mal über einen Freund und bekannten Motorenfachmann:


    "Ultimately polishing of ports is done to appease schmucks who don't know any better in an effort to keep them from calling up and whining about the port finish. Eric stopped succumbing to this pressure long ago"


    Sehr frei übersetzt bedeutet das: Das Polieren von Kanälen macht man (als Tuner) nur, um die Deppen zu beruhigen, die keine Ahnung haben und um zu verhindern, daß sie bei einem anrufen und wegen der unpolierten Oberfläche heulen.
    Eric hat vor langer Zeit aufgehört, diesem Druck nachzugeben.


    Aber poliert schön weiter, ist doch schön, wenn Menschen glücklich sind.


    BP

    Schwimmerkammern vertauscht?
    Chokeverbindungsschlauch vergessen?
    Welche Kennung steht auf den Vergasern?


    Simmerring ist auch in montierten Zustand auswechselbar, das ist richtig.


    BP

    Membranen sind eine mögliche Variante der Einlasssteuerung bei Zweitaktern. Auch bei Viertaktern wurden schon solche Versuche mit Verbesserungen im unteren Drehzahlbereich gefahren. Andere Steuerungsmöglichkeiten sind Kolben(bzw. Schlitz-)steuerung (die meisten Modelle vor ca. 1975) und Drehschiebersteuerung (Avenger und noch ein anders Kawa-Modell, RG 500)


    Die Membranen sitzen im Ansaugtrakt eines Zylinders und lassen Gase nur in eine Richtung passieren. Dies verhindert, daß das Gemisch das Kurbelhaus/den Zylinder wieder verlassen kann. Genauer gehe ich da nicht drauf ein, lest ein Buch drüber.


    Weichere Membranen öffnen bei geringerem Unterdruck und sorgen somit meist für eine bessere Füllung (--> mehr Leistung).
    Ihre Grenzen finden sie bei höheren Drehzahlen, wenn sie anfangen zu flattern und den Gasstrom mehr behindern als ein unflexibleres Membranplättchen.
    Durch diesen Umstand sorgen weichere Membranen i. a. für eine fülligere Leistungskurve, unflexiblere Membranen für mehr Top-Endleistung.


    Früher waren Membranen aus Federstahl, seit der Weiterentwicklung auf dem Kunststoffsektor sind sie auf GFK oder CFK.


    Die Dicke hat erstmal nichts mit der Flexibilität zu tun, diese wird durch das verwendete Harz und die Dicke, Webart und Dichte der verwendeten Matten bestimmt.


    Alte Federstahlmembranen (z.B. RD-Modelle) sollte man austauschen, da diese nach langer Laufzeit zu Ermüdungsbrüchen neigen und in der Regel für schwere Motorschäden sorgen.
    Nach meiner Erfahrung tun abgebrochene Kunststoffmembranplättchen keine Schäden verursachen, aber es könnte trotzdem passieren.


    Eine Membransteuerung ist ein Ventil, also grundsätzlich zu verachten und der Verschrottung preiszugeben. Siehe hierzu auch "Haager Zweitaktordnung" 1886, S. 849 .....


    BP

    Genau, wurde vor dem Auftreten des Problems etwas geändert?


    Ansonsten Vergaser ausbauen, zerlegen und in Yamaha-Vergaserreiniger 5 Stunden einlegen, danach ausblasen und event. noch mal ein Spiritus-Bad, um letzte Wasserbestandteile rauszubekommen.


    Danach Vergaser genau synchronisieren (kleine Fensterchen an Vergasergehäuse, Schieber haben Punkt), Leerlaufgemischschraube nach WHB einstellen, Standgaseinstellung überprüfen.


    Sind da noch die Federstahlmembranen drin?


    BP