Kurzes Update. Mechanisch unauffällig, nach unterfüttern des Spannsatzes und dem Einsatz von Loctite verdreht`s mir aktuell keine Riemenscheibe auf der 8mm dünnen Motorwelle mehr, dafür hat die Elektromotorseitige Riemenscheibe ein wenig an Zentrierung und Rundlauf verloren. Ich könnte eine neue Scheibe anfertigen oder das Problem einfach Ignorieren.
Zum Fahrtregler:
ich will ja schon gerne regenerativ bremsen und die Traktionsbatterie rein nur durch Fahrverhalten aufladen.
Nur leider habe ich kein Glück mit den VESC Dingern.
Neuen Makerbase VESC geordert, auf der Werkbank nur am Akku angeschlossen, kein Motor dran, angeschalten und 10 Sekunden Später Peng
Da der erste Regler trotz Strombegrenzung bei nur 80 A abgeraucht ist, der 2. Regler gleich beim einschalten auf der Werkbank, will mir diese Technik einfach sagen das ich ihn nie wieder ins Moped bauen sollte.
Also nach dem Original Design von Benjamin Vedder Ausschau gehalten und einen VESC 75/300 von Trampa Boards geholt.
In England beim Lizenzhersteller Trampa Boards direkt bestellt, mit Versand und Zoll weit über 400€ gelassen, auf der nach Handbuch mit dem Akku verbunden und zumindest versucht die Kondensatoren schonend zu laden was nicht ging, weil mir die Ladewiderstände abgeraucht sind. Also voller Wut einfach mit Gewalt verbunden und siehe da, lauter Knall von der Kondensatorladung und keinerlei Reaktion vom Regler, ein leichtes Brummen ist zu hören begleitet von starker Erwärmungung Stromgeruch, echt prima.
Support kontaktiert, natürlich keine Reaktion, also das Teil geöffnet um heraus zu finden ob ich wirklich zu blöd bin einen Regler in Betrieb zu nehmen.
Sah von außen schon komisch aus und war sehr interessant was ich alles gefunden habe:
1. Benjamin Vedder Hat den ESC so entworfen das pro Anschluss 3 stück 4mm² Kabel raus gehen und Trampa hat Motorseitig jeweils nur 1 stück dickes 12mm² verwendet, die Kabel sind zu dick und überragen das Gehäuse und der mit Gewalt verschraubte Deckel übt gewaltig Druck auf die gesamte Platine aus
Mit Folgen:
Die eine Reihe von FET´S wird mit durch die Wärmeleitschicht gegen das Eloxal gedrückt, ist die Eloxalschicht an 2 Phasen durch, gibt´s einen gewaltigen Kurzschluss (war hier noch nicht soweit, die Leistungsstufe ist heil geblieben).
Die hintere Reihe der FET´s hat keinen richtigen Kontakt zum Kühlkörper aber der Regler hatte nie die Chance einen Hitzetod zu sterben.
Den Fehler habe ich auch sehr schnell und eindeutig finden können:
Eine Lötbrücke ab Werk hat die 3,3V Versorgungsspannung mit den internen 1,8V des STM32 Prozessors Kurzgeschlossen. Dieser Prozessor hat nie im Leben eine Firmware angenommen, weil er beim Erstkontakt mit dem ST Link (Programmiergerät für ST Microchips) bereits gestorben ist.
Das heißt der Hersteller und Verkäufer wusste das der Regler defekt ist und hat ihn wohl auf den "EU-Export Stapel" gelegt.
Auch schön das Google die interessanten Fakten immer erst rausrückt nachdem man schon den Scheiß bestellt hat. denn Auf einmal habe ich keine Lobeshymnen sondern sehr viel Kritik über den Hersteller lesen können. Auch das der Urheber des Projekts Benjamin Vedder die Zusammenarbeit beendet hat ![]()