250ccm: 292,603 km/h

  • Nachdem wir ja nun die voraussichtlich letzte 250er Saison in der WM genießen können, ist mir aufgefallen, das Hector Barbera mit dieser erreichten Geschwindigkeit in FP1 beim Italien GP mit einem GP- Bike womöglich Geschichte geschrieben hat. Die Windverhältnisse waren günstig, heute ist keiner schneller gefahren.


    Hat jemand eventuell eine seriöse Quelle, das eine 250 in einem Rennen schneller fuhr?

  • Geht meiner 125er Hercules auch locker - aufrecht sitzend. :teacher:

  • Na das ist ja klar.


    Mich interessierte nur, ob schon mal einer mit so ner billigen GP- Maschine schneller war.

  • Der Rekord gehörte bisher Stefano Perugini, der fuhr 1998 284km/h mit der von Sepp Schlögl betreuten NSR.


    Die 250er von heute laufen unter normalen Umständen auch nicht schneller als 280km/h.


    Was da in Mugello abging war eine Komination aus enormen Rückenwind und wahrscheinlich Windschatten....

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  • ich glaub den record kann sich der sepp auch weiterhin ans rever heften. denn in mugello gab bezüglich der topsppegmesseung dieses jahr schon ein par ungereimtheiten. die knapp 350km/h von pedrosa hat, auch wenn kaum was unwichtigeres gibt, sogar könig rossi persönlich angezweifelt.


    in nem artikel der spanischen motociclismo wird er zitiert: "...Mi moto hace 329, 330, 331… Pero los 349… Nuestra moto no hace 345 km/h. Esto es lo que yo pienso, puede haber alguna diferencia entre la telemetría y el radar, pero no de 15 km/h."


    soll heißen:
    mein mopped macht 329, 330, 331... aber die 349... unser mopped macht keine 345km/h. das ist was ich denke. zwischen dem radar und der telemetrie kann es eine differenz geben, aber keine 15km/h.

  • Roland: War das im Rennen bei S. Perugini? Und welche NSR war denn das? Ich hatte in Erinnerung, das 98 die NSR mit dem Langhubmotor ausgerüstet waren, diese Dinger sind ja nicht so gut gewesen.


    Mugello dieses Jahr war ja in FP1 die Sitzung mit starkem Rückenwind, hatte ich ja geschrieben. Mit diesem Schub und etwas Windschatten??? Schon möglich.

  • Zitat

    Original von Wolf61
    Roland: War das im Rennen bei S. Perugini? Und welche NSR war denn das? Ich hatte in Erinnerung, das 98 die NSR mit dem Langhubmotor ausgerüstet waren, diese Dinger sind ja nicht so gut gewesen.


    Mugello dieses Jahr war ja in FP1 die Sitzung mit starkem Rückenwind, hatte ich ja geschrieben. Mit diesem Schub und etwas Windschatten??? Schon möglich.


    Ich glaube nicht das das im Rennen war, aber der Perugini war ein sehr guter Windschattenfahrer. Sobald er alleine voraus fahren mußte ging nix mehr.
    Ob das ein Langhubmotor war weiss ich gar nicht, aber die hatte den Kühler an den Seiten. Das war ganz schlau, ein Crash und der Kühler war im Eimer. Und wer ein bischen Ahnung hat, der weiss was HRC dafür aufruft.
    Schlögl hat dann ins Verkleidungsoberteil einen Zusatzkühler eingebaut, das war dem Perugini auch nicht recht, wegen der abwärme. Der Typ war schon ein richtiges Weichei... Dafür ging die NSR wie Hölle...

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  • Zitat

    Original von Roland
    Sobald er alleine voraus fahren mußte ging nix mehr. ...Der Typ war schon ein richtiges Weichei... Dafür ging die NSR wie Hölle...


    eine typische klette! :hehehe: das weichei hat die restlichen jungs geradezu in den (verfolgungs-)wahnsinn getrieben :biggrin: jetzt erinner ich mich! es kam nicht selten vor dass die könner ihre schnellen runden abbrachen um nicht peruguini neben sich in die erste startreihe zu bugsieren!


    PS: tolle geschichte aus der guten alten zeit. :face_with_tongue:

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    Einmal editiert, zuletzt von jorkifumi ()

  • Ja, es muss die NSR sein, die 1998 mit einem Langhub- Motor erschien. Zunächst wurde mit einem B/H Verhältnis 52/58 gefahren, aber später wieder auf 54/54,5 zurück gegangen. Anfangs hatte die Maschine 88PS, Ende der Saison 95PS. Ab und zu hatte Jeremie McWilliams mit einer TSR Honda (getunter Production- Racer) die Nase vor den Werksrennern- Blamage für die Werksteams, aber sie kämpften eben mit stumpfen Waffen.


    Das die Maschine überhaupt so schnell wurde lag an den Teams wie Stappert und Poncheral. Die trieben auf eigene Kosten die Entwicklung voran. Den einzigen Sieg in einem GP erzielte der unvergessene Daijiro Katoh mit der Wildkarte beim Japan GP zu Saisonbeginn.


    Der Motor hatte ein vertikal geteiltes Gehäuse und einen Zylinderwinkel von 110° mit 2 KW statt 75° und einer KW, wie davor und danach. Dies, um den Motor weiter nach vorn zu rücken. Auch die seitlichen Kühler resultierten daraus, es gab noch einen Kühler im Verkleidungskiel. Das Schwingenlager befand sich im Motorgehäuse. Der Auspuff des unteren Zyl. verlief unten links, der des oberen gerade unter dem Sitz nach hinten.


    Ein sehr schönes Motorrad aber eben nicht konkurrenzfähig, unter anderem wegen dem gerade eingeführten bleifreien Benzin, so Honda. Das es mal so schnell lief, ist umso erstaunlicher. Ein schöner Bericht dazu steht in der PS 4/99.