Beiträge von Jfitzgen

    @ Kurvenparker:


    bzgl. Dipl.Ing.:


    Ich arbeite dran...;-)


    Ich habe auch die Information über eine Abtastrate der Raddrehzahl von 100Hz.




    @ Racepa:


    Vielleicht hast du doch recht: Im PKW-Navi gibt es ja auch infos über die FZg-Geschwindigkeit. Wenn ich die Geschwindigkeit eines Motorrades an einem gewissen Zeitpunkt weiß und die Beschleunigung messen kann, dann lässt sich als Überbrückung zwischen 2 Messsignalen der Geschwindigkeit vom GPS die tatsächliche Geschwindigkeit des Motorrades leicht berechnen. Dazu könnte, wie oben schon erwähnt, auch ein "lokales" GPS verwendet werden.
    Ich denke, dass eine Mess-/Berechnungsungenauigkeit von ein paar Prozentpunkten durchaus ausreichend für eine Antriebsschlupfregelung ist.
    Eine Geschwindigkeitsinformation auf 10m ist aber definitiv zu wenig...


    G

    @ Racepa
    Radumfang aus Neigungswinkel ist wirklich kein Problem. Aber Bestimmung des Neigungswikel ist sehrwohl ein Problem. Ich weiss nicht, wie da der Stand der Technik ist , aber es gibt etwas 15 Möglichkeiten, an diesen Wert heran zu kommen.
    Eine Möglichkeit führt sicherlich über die Kreiseldynamik. Wär jetzt mal so das erste, was mir einfällt.


    G

    @ Racepa: Ortspunkt alle 10 m auslesen? wenn du jetzt alle 10 cm meinst, dann mag das reichen zur Fzg. Geschwindigkeitsfeststellung, aber alle 10 m ist eindeutig viel zu viel!



    @ Kurvenparker:
    Gierrate brauche ich, theoretisch, nur für ESP, also Querdynamik. Die Beschleunigungssensoren an den Radträgern bzw am Dom benötigt man primär nicht zur SChlupfregelung. Hierraus kann man sich Zusatzinformationen über die Radlast oder die Aufbaubewegung holen.


    Wir sollten auf jeden Fall nicht ABS und Traktionskontrolle durcheinander schmeißen. Wie schon oben geschrieben ist immer ein Vergleich der Beschleunigungen des Fzg und der Raddrehzahl möglich. Hierraus lässt sich eine Information über "Schlupf wird höher" oder "Schlupf wird niedriger" ziehen. Aber um Informationen über die Geschwindigkeit zu bekommen, muss ich diese Beschleunigungen integrieren. (dv/dt=a). Dann benötige ich eine Integrationskonstante, die sich aus der aktuellen Geschwindigkeit des Fzg berechnen lässt. Diese aktuelle Geschwindigkeit habe ich aber nicht! (nur die Raddrehzahlgeschwindigkeit habe ich...)


    "Rantasten" heisst Raddrehzahlgeschwindigkeit und Veränderung des Momentes am Rad vergleichen und auf Fallunterscheidung eine Erhöhung bzw. Verringerung des Radmomentes (Antrieb oder Bremse) zu realisieren. Im Fall bremsen Druckauf oder -abbau. Dies ist nicht exakt, aber "sensibel", ein solches System kann sich also selbst den Punkt der maximal möglichen Kraftübertragung am Reifen suchen. Den wollen wir ja haben, da mit der maximalen Kraft auch die maximale Beschleunigung möglich ist.


    Nochmal: ich unterscheide zwischen einem "sensiblem" (=fühlendem, rantastendem System) und einem Exaktem, welches schwierig zu realisieren ist, da die absolute Fzg-Geschwindigkeit nicht gemessen werden kann (ausser mit optischen Sensoren durch abtasung der Straßenoberfläche...)



    Wie auch immer, natürlich sieht das ganze in der Praxis etwas anders aus, insbesondere wenn die Querdynamik, also Kurvenfahrten, hinzu kommen. Und Kapitel Motorraddynamik ist noch eine Ecke komplexer.
    Ein Rennfahrer als "Regler" im Fahrzeug ist in vielen Punkte, immer noch besser als ein Rechner. Der "Bobbes" (für alle Nicht-Hessen: der Arsch) ist eben immerdoch der beste Sensor. Allerdings braucht man hier viel Erfahrung.


    Nürburgring, Traktionskontrolle uaf Rennstrecke:
    Ohne TR kann ich ein Fzg im kontrollierten Drift schneller um die Ecke schmeißen.


    Mir ist auch klar, das eine Schlupfregelung im Motorsport in vielen Bereichen nicht erwünscht ist. Man stelle sich einen Ralley-Wagen vor, der nichtrutschend durch eine Haarnadelkurve fährt...



    Ich könnte mir schon vorstellen, dass im Rennsport Systeme verwendet werden, die eingeschränkt arbeiten. Z.B. wie oben gesagt nur bis 30 kmh oder sehr gedämpft und in speziellen Fällen, zb nur in speziellen Kurvenausgängen.



    Anyway, ich würde mir kein SuMo oder Ralley oder was weiss ich rennen angucken ohne Drifts und Spass machen tut es wahrscheinlich auch nicht...


    Tschö

    Hallo!


    Das Problem bei einer Traktionskontrolle ist immer, das die exakte, absolute Geschwindigkeit des Fahrzeuges fehlt. Bei einachsig getriebenen Fahrzeugen ist das feststellen der Fzg-Absolutgeschwindigkeit für eine Beschleunigungs-Traktions-Kontrolle nicht so das Problem. Ein (oder zwei) Räder sind annähernd Schlupffrei. Hier lässt sich die Fzg-Geschw. leicht über die Raddrehzahl und den Radhalbmesser berechnen.
    Im Fall der Verzögerung (ABS oder andere Systeme wie ESP) ist das nicht so leicht: Allradgebremste FZG (also eigentlich alle...) haben an jedem Rad einen Schlupf von unbekannter Größe. Dadurch ist die Geschwindigkeit, ermittelt über die Raddrehzahl, um die Größe des Schlupfes verfälscht. Hier greift ein komplexer Algorithmus (ein Algorithmus ist eine mathematische Formel oder ein mathematischer Rechengang zur Bearbeitung von Daten/Zahlen), der die Absolut-Geschwindigkeit des FZG "schätzt".
    So könnte man sich zB vorstellen, dass aus der momentanen Motorleistung auf die Beschleunigung des Fzg. geschlossen wird. Diese Beschleunigung wird mit der Beschleunigung der Räder verglichen. Ist die Beschleunigung der Raddrehzahl größer als die durch die Motorleistung berechnete Fahrzeugbeschleunigung, liegt eine Schlupferhöhung vor. Das Rad beginnt durchzudrehen.
    Eine Reduzierung der Motorleistung erfolgt primär durch eine Zylinderabschaltung oder durch eine Zündzeitpunktverlegung in Richtung spät (beide Möglichkeiten sehr dynamisch...). Eingriffe an der Drosselklappe sind auch möglich, aber benötigen mehr Zeit und sind für eine dynamische Regelung nicht geeignet.
    Beim Bremsen wird die Sache mit der Regelung (neben der Feststellung des Schlupfes) noch etwas schwieriger. Neben dem recht groben "Blockierverhinderer", welcher die Lenkbarkeit des Fzg. sicherstellt bzw. einen Sturz verhindert (Zweirad), gibt es auch hier eine Schlupfregelung (ABS). Dieses sorgt dafür, dass der Reifen im Bereich arbeitet, wo er die meiste Kraft übertragen kann (->Bremswegverkürzung). Neben der Raddrehzahl werden hier auch meistens Informationen über den Bremsdruck verarbeitet.
    Und beim Motorrad dürfte das Ganze noch etwas schwieriger werden, da hier weitere Informationen wie Schräglage eingehen und die Ansprüche an eine Regelung m.E. noch höher sind als bei einem Auto.


    Gruß Jan


    Edit: erst lesen, dann abdrücken... :D

    Hier noch ein amüsantes Pic, auf welchem die einmalige Farbkombination meines jetzigen Motorrades zu erahnen ist...


    Ist schon ein paar Monate her und ich musste erst mal Abstand zu der Sache bekommen, bevor ich das hier "in die 2T-Welt" stelle. Ist übrigens nichts passiert, das Verfahren wurde eingestellt.

    OK, wahrscheinlich habt ihr recht. Gepflegte Motorräder sind meist auch penibel gewartet, weil das zeigt, dass die Leute viel Zeit mit ihrem Motorrad verbringen. Es zeigt auch, dass die Leute ihr Motorrad "Lieben".


    Und abgefahrene Bremsbeläge, reißende Kupplungszüge oder so müssen nun wirklich nicht sein.
    Genau wie Schrauberei an der Rennstrecke möglichst vermieden werden sollte. (Also wenn man vor dem losfahren erst mal sein Motorrad in die Gänge bringen muss...)


    Ich kann mein Motorrad nicht lieben, wenn da eine veranzte Verkleidung dran ist, weil es da nicht für mich lohnt. Das ist schade. Aber für eine saubere, schön lackierte Verkleidung bin ich einfach zu geizig und investiere meine Zeit lieber in andere Dinge. Meine (Fahr-)Räder sind top gepflegt...


    Und ich muss sagen: als ich mein Motorrad "neu" bekommen habe, habe ich erst mal 3 Wochen lang jeden Tag das Tuch runter genommen und geguckt und gesagt: geile Kiste! Und so das erste Jahr wurde das Motorrad nach jeder Ausfahrt geputzt, später auch noch. Aber seit ich diese verranzte Verkleidung dran habe (jetzt die alte vom Bolle, die leider auch schon Schleifspuren hat...), geniesse ich auch, mir keine Sorgen um Kratzer zu machen, die irgendwie an das Motorrad kommen. Tank und Rahmen ist eh schon "Kiesgestrahlt", also warum noch Mühe geben?



    Also ich finde es schön, wenn ihr top gepflegte PR's in der Garage stehen habt, und bei meiner bis jetzt einzigen Begegnung mit dem Forum in der Lausitz sind mir in der 2T-Box fast die Tränen gekommen bei der Schönheit der Motorräder.


    Na ja, wenn Kohle da ist, wird bei mir auch wieder schön gemacht....

    So!


    Und wo bleibt dann hier die Toleranz?




    ...ein bisschen Spass muss sein....




    Ist mir lieber als die Leute mit den Super geputzten Motorrädern mit den Reifenwärmern, die dann in der Kurve rum stehen....



    Ups, schon wieder nicht-technisch bezogen...