Beiträge von H1_Heinz

    Liebe Veranstalter,


    spät im September ist ok weil dann keine Kollision mit attraktiveren Veranstaltungen wahrscheinlich sind. Mit etwas Wetter-Glück sind es noch herrlich warme Tage die sich hervorragend zum Motorrad fahren eignen.


    Holledau ist auch eine Gegend die sich vorzüglich für Ausfahrten von größeren Gruppen eignet weil es dort noch Strecken mit sehr wenig Verkehr gibt. Für eine gelungene Ausfahrt eine wichtige Notwendigkeit (am Kesselberg, am Sudelfeld, im Isarwinkel oder in der Gegend um den Tegernsee steht man an den Wochenenden im Stau).


    Darüber hinaus liegt die Holledau relativ zentral in Bayern und wäre bei etwas Glück mit dem Wetter ein schöner Saison-Abschluss. Bitte lasst euch Ort und Zeit nicht madig machen.


    Heinz

    Mit der Getrenntschmierung habe ich mich auch ausführlich beschäftigt, sie ist grundsätzlich ein ständiger Quell von Ärger.

    Ölpumpe
    Abgesehen davon, dass die Anschlüsse äußerst schwer dicht zu bekommen sind, fördert sie über den gesamten Drehzahlbereich zu viel Öl. Zumindest gilt das für die heutigen Öle. Die 1:70 von weiter oben halte ich auch für erstrebenswert. Eine Überschlagsrechnung ergab bei mir aber so um 1:30. Frühe Pumpen fördern mehr als späte Pumpen (erkennbar am M für Mikuni). Möglicherweise gibt es aber nicht nur zwei unterschiedliche Fördermengen-Pumpen.

    Die Pumpen sind in der Regel sehr zuverlässig. Bei den frühen Pumpen kommt es vor, dass der Motor nur auf dem rechten Zylinder übermäßig raucht, dann hält ein O-Ring nicht mehr dicht. Für diesen Fall gibt es aber einen verbesserte Teile (siehe Bulletin).

    H2 Pumpen fördern deutlich mehr Öl (siehe Handbuch). Das größere Rad an der Pumpe benötigt man auch bei Verwendung von 30er Vergaser nicht. In manchen Fällen ist die Kontermutter für den Zug auf die andere Seite zu bringen.


    Leitungen
    Die Leitungen sind alle problematisch. Die Zuleitung vom Öltank ist bei mir nur selten an der Pumpe dicht, und wenn dauert es nicht lange bis sich das Öl über den linken Motordeckel verteilt. Was die Dichtungen angeht, vermute ich, dass die Viber-Dichtungen noch am besten dicht halten. U-Seel und Kupfer waren bei mir schlechter. Die schwachen Anzugsmomente machen die Verschraubungen auch noch anfällig für vibrationsbedingte Lockerungen. Vor allem das Banjo der Zuleitung an der Ölpumpe sollte man nicht mit zu starkem Anziehen überstrapazieren. Bei etwas zu fester Verschraubung bricht es (mit fatalen Folgen).

    Die Leitungen zu den Zylindern sind etwas weniger empfindlich auf Leckagen. Problematisch sind in der Regel aber die Ventilen, vermutlich ermatten die Federn schneller als man glaubt. Auch wenn neue Kugeln und Federn verwendet werden ist nicht gewährleistet, dass die Leitungen dicht sind, oft ist der Sitz der Kugel beschädigt (Kugel dann in das Messing vorsichtig einschlagen). Vor dem Einbau unbedingt die Leitungen prüfen und über den Winter, zur Vermeidung von krummen Pleuelstangen zum Saisonstart, ist es ratsam, die Leitung vom Öltank abzuschrauben und hoch zu legen.

    Schmutz im Ventil lässt die empfindlich teuren Leitungen auch mal platzen. Man merkt das nicht sofort weil der Öldruck sehr gering ist und der Riss meistens schwer zu sehen ist. Also peinlich drauf achten, dass kein Schmutz in das System gelangt und Leitungen immer wieder genau angucken. Öl-Dreck unter den Vergasern ist ein Anzeichen dafür.


    Einstellung
    Die korrekte Einstellung lautet: bei 1/8 Schieberöffnung muss die Markierung fluchten (das ist deutlich mehr als knapp hinter der Markierung bei geschlossenen Schieber). Zur ersten Kontrolle: bei warmen Motor sollte das Motorrad fast nicht rauchen.

    Fazit
    Eine korrekt arbeitende (und dichte) Getrenntschmierung hatte ich immer wieder mal, allerdings immer nur für kurze Zeit. Es ist halt 50 Jahre alte Technik die nur rudimentär funktioniert.