Hallo!
Habe relativ viel mit dem Gabel durchstecken bei der RS 250 bj -97 herum probiert und kann auch nur sagen: es lohnt sich (das experimentieren)! Ich hatte zunächst etwas mehr als 1cm (oberkante Standrohr bis Brücke, ohne Deckel). Sie war dann sehr wendig, aber nicht nervös. Die Tendenz zum Lenkerschlagen war aber auf jeden Fall da, insbesondere beim Beschleunigen auf unebener Fahrbahn!
Gefahren bin ich mit D207.
Ein weiterer Faktor ist sicherlich auch die Federvorspannung des Federbeins und der Gabel. Für beides gilt (bei geeigneter Federrate): der Negativfederweg sollte bei Belastung mit fahrergewicht ca. 30 Prozent des Gesamtfederwegs betragen. Gefühlsmäßig ist hinten eine recht progressive Feder verbaut (serie), sodass man hinten schon ordentlich vorspannen muss. Ohne Vorspannung beträgt der Negativfederweg schätzungsweise ca. 50%. DEmentsprechend wird dann der Lenkwinkel auch flacher, die Schräglagenfreiheit geringer.
Also ich geb jetzt noch mal eine Einstellung wieder, mit der ich recht gut gefahren bin (70kg) RS BJ 95:
Gabel:
vorspannung fast zu, Dämpfung 3klicks auf, 5mm durchgesteckt
Luft vorne: 1,8bar
Federbein:
Vorspannung so, dass komplett ausgefedert, wenn das Motorrad ohne Fahrer auf dem seitenständer steht, dämpfung zugstufe 2/3 zu (ca. 18 klicks zu?) druckstufe: keine Ahnung, ich habe halb zu, aber habe den Effekt nicht wirklich spüren können.
Luftdruck hinten: 2,2bar
Noch was allgemeines: Grundlegend wichtig ist natürlich, das alles gerade ist (was selbst bei neuen Moppeds nicht immer der Fall ist), dass die Federelemente sensibel ansprechen und die Lager (lenkkopf und Schwinge)weder schwergängig sind noch spiel haben.
Und die wichtigste Regel zur Dämpfung:
SO WENIG WIE MÖGLICH; SO VIEL WIE NÖTIG!!!
Also alles zudrehen bringt gor nischt!
Und dann kommt es auch auf den Fahrer an. Dort gilt:
SO RUHIG WIE MÖGLICH AUF DEM MOPPED!!!
So, dass sind meine bescheidenen Erfahrungen in Sache Fahrwerk!
JFK