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Original von disse
Ja und das die Chinesen ihre Geldreserven alle in Dollar anlegen mag ja solange sie es auch weiterhin tun kein Problem sein. Aber wenn nicht mehr, ja dann möchte ich nicht in Amis Haut stecken. Was ich jedoch als Sauerei ansehe ist das der Renminbi immer noch an den Dollar gekoppelt ist wodurch sich die Chinesen ihren eigentlichen Vorteil erwirtschaften.
Das Problem was wir noch mit China haben wird sich in 15 - 20 Jahre auf die Afrikanischen Staaten verlagern und und dann werden diese mit riesigem Witschaftswachstum glänzen. Und wenn wir es richtig anstellen werden wir auch davon Profitieren.
Ein weiterer sehr erheblicher Grund für die Starke Konkurrenz aus China und Flut von exportierter Ware sind auch die Subventionen, über die meist nirgendwo berichtet wird. Die Chinesiche Regierung gewährt auf alle Exporte eine Subvention von bis zu 15% (China Export Refund Policy"), dazu niedrige Steuern.
Natürlich fürchten sich die USA davor, daß Asiatisches Vermögen (oder Arabisches, etc.) woanders investiert wird - man nimmt an, daß bis 2010 ca. 30% - 40% der Weltwährungsreserven in EURO angelegt sein werden, da dieser sich als relativ stabil bewiesen hat und einfach um eine gewissen Diversifikation zu erreichen.
Dazu kommt noch das Außenhandelsdefizit der USA, im Allgemeinen aber besonders mit China. Der Wertverfall des Dollars zum Euro ist eine Maßnahme der USA, den Europäischen Unternehmen Geschäfte mit China/Asien zu erschweren - um die US Writschaft zu stärken, was sich auch positiv auf das Außenhandelsdefizit auswirkt. Gleichzeitig verstärkt es allerdings auch den Wunsch der Zentralbanken, größere Mengen in den EURO anstatt in den Dollar zu investieren.
China hat allerdings auch Probleme, man denke nur an Menschenrechte, Pressefreiheit, Verschmutzung, Überbewertung der Währung. Das wird das Land/die Wirtschaft mittelfristig einholen und sehr negative Auswirkungen haben, wenn nicht etwas getan wird. Auch interessant: Der Import von z.B. Soja und Baumwolle nach China steigt viel schneller, als der Export dieser Produkte, begünstigt durch Subventionen in Herstellerländern (z.B. USA).
Ist schon ein Teufelskreis... das Thema kann man hier sicher nicht mal so eben abhandeln :)
Den nächsten Punkt allerdings schon: Wer öfters in Afrika war/ist, der erkennt meistens schnell, daß dieser Kontinent, außer als Rohstofflieferant, keine wirkliche Zukunft hat. Seit meinem 13ten Lebensjahr bin regelmäßig in verschiedenen Westafrikanischen Ländern, welche ja bis auf Südafrika die beste Infrastruktur & Wirtschaft des Kontinents aufweisen können. Da hat sich die letzten 13 Jahre nix verändert - außer natürlich, daß jetzt fast jeder ein Handy hat.
Die Arbeitsmoral ist meines erachtens bei 90% der arbeitenden völlig inakzeptabel (man läuft durch einen Produktionsbetrieb und überall in den Ecken sieht man irgendwelche Leute auf der Erde schlafen...), die Bildungspolitik & das Bildungsniveau sind schlecht. Die Regierungen sind unzuverlässig und der einzige Weg dort Geld zu verdienen ist Ausbeutung der Rohstoffe und der Bevölkerung, um das Geld dann möglichst schnell (natürlich illegal) außer Landes zu schaffen.
Wirklich investieren will dort keiner - außer es geht um Öl & Diamenten. Bei Holz, Bauxit & anderen wird möglichst garnicht investiert, sondern einfach möglichst billig raus & gut.
Ist wirklich nur meine prsönliche Meinung, vielleicht kommt ja alles anders :)